Monatelang mehr Fluglärm

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Tief fliegendes Flugzeug überm Stadtpark. Blick von der Ohlsdorfer Straße, Ecke Ring 2. Foto: Hollmann

Langwierige Landebahnsanierungen haben Folgen für viele Anwohner

Von Holger Hollmann

Hamburg-Nord. Das Frühjahr und der Sommer werden laut für alle Barmbeker, Winterhuder und Alsterdorfer, die im Anflugbereich des Hamburger Flughafens wohnen. Weil die Start- und Landebahn „05/23 Langenhorn/Niendorf“ an einem Ende stark beschädigt ist, wurde sie jetzt auf 800 Metern Länge für den Flugbetrieb gesperrt. Es handele sich nicht nur um Schäden am Belag, sondern auch am Unterbau, so dass umfangreichere Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten als sonst üblich nötig sind, teilte der Flughafen mit.

Das bedeutet eine deutliche Mehrbelastung durch Fluglärm für die Anwohner der Start- und Landebahn „15/33 Alsterdorf/Niendorf“ oder mit anderen Worten für viele Tausend Menschen in Barmbek, Winterhude und Alsterdorf. War die Langenhorner Bahn in den Vorjahren sonst nur im Mai oder Juni für ein bis zwei Wochen im Jahr für Wartung und Reparatur gesperrt, werden die Arbeiten in diesem Jahr von Mitte Juli bis „voraussichtlich“ Mitte September dauern, so der Flughafen. In dieser Zeitspanne werde die kaputte Bahn immer wieder für einige Tage gesperrt und der gesamte Flugverkehr über anderen Richtungen abgewickelt. Wie viele Tage dies in der Summe sein werden, ließ der Flughafen allerdings unerwähnt.
Bei den Landungen, die nicht mehr über die Landebahn „05 Stellingen/Niendorf“ erfolgen können, handele es sich um „durchschnittlich etwa 20 Landungen pro Tag“, heißt es nur. Und: „Durch die Schwankungsbreite der Bewegungen in den einzelnen Richtungen im Verlaufe der Jahre, dürfte es zu keiner merkbaren Mehrbelastung kommen“, versucht der Flughafen die Anwohner zwar zu beruhigen – und bittet vorsorglich „um Verständnis für die Unannehmlichkeiten“.Denn was tatsächlich auf die Anwohner im Alsterdorfer Anflugtrichter zukommen wird, konnten die Barmbeker, Winterhuder und Alsterdorfer schon Ende vergangener Woche erleben. Von früh morgens bis spät abends um
23 Uhr donnerten zahlreiche Flugzeuge über den Stadtpark und über die Hindenburgstraße. Die durchschnittlich 20 zusätzlichen Landungen waren zum Beispiel am Sonnabend schon nach dem Frühstück vieler Anwohner überschritten. Zwar sei die beschädigte und verkürzte Start- und Landebahn weiterhin „für alle anfliegende Flugzeugtypen nutzbar“, so der Flughafen. Doch offenbar müssen schon ab jetzt bis zum Start der eigentlichen Sanierung Mitte Juli vorbereitende Arbeiten an der beschädigten Bahn durchgeführt werden, in denen der Flugverkehr über Alsterdorf stattfinden wird.
Auch auf die sonst in den Vorjahren übliche „Entschädigung“ für die ein oder zwei Lärmwochen im Mai oder Juni – die Vollsperrung der Alsterdorfer Landebahn für deren Sanierung -, wird man in diesem Jahr verzichten müssen. Diese entfalle laut Flughafen 2013.
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9 Kommentare
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Heiner Rozowski aus Winterhude | 09.04.2013 | 22:03  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 10.04.2013 | 14:39  
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Felix eggbert aus Barmbek | 27.07.2013 | 08:19  
1.240
Elke Noack aus Rahlstedt | 27.07.2013 | 12:06  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 29.07.2013 | 13:09  
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Manuela Golz aus Alsterdorf | 07.08.2013 | 10:37  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 07.08.2013 | 19:20  
8
Manuela Golz aus Alsterdorf | 07.08.2013 | 19:51  
1.240
Elke Noack aus Rahlstedt | 07.08.2013 | 20:18  
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