Musentempel Hayns Park wird saniert

Anzeige
Grafitti und sichtbare Spuren des Verfalls unterm Kupferdach des Monopteros: Petra Mertens und Hans-Hermann Laatz, Sabine Maurer, Brigitte Schildt und Harald Rösler (v.l.) sammeln Ideen Foto: Haas

Ideen zur Nutzung des Monopteros erwünscht. Bauarbeiten am Eppendorfer Rundbau für 2017 geplant

Eppendorf Senator Max Theodor Hayn (1809-1888) genoss hier einst seinen Tee mit Alsterblick. Seit langem schon ist der Monopteros von einem Bauzaun umgeben, denn das über 150 Jahre alte Gartenbaudenkmal droht zu verfallen. Jetzt sind viele gute Ideen gefragt. Wie berichtet, wird der marode Musentempel trotz Bauzaun weiter malträtiert: durch unschöne Grafitti, Lagerfeuer und Saufgelage. Durch Vandalismus wurde das Kupferdach beschädigt, Nässe durchfeuchtet seitdem das Mauerwerk. Am vergangenen Donnerstag trafen sich deshalb Bezirksamtsleiter Harald Rösler und Vertreter des Fachbereichs Stadtgrün mit Brigitte Schildt, Eppendorfer Bürgerverein und Sabine Maurer, Stadtteilarchiv Eppendorf, vor dem Denkmal, um zwei Info-Banner am Bauzaun zu befestigen. Sie informieren über die 2017 geplante Sanierung des kulturhistorisch bedeutsamen Bauwerks und bitten Parkbesucher um Anregungen und Vorschläge für eine sinnvolle künftige Nutzung des Monopteros. Nach Rücksprache mit dem Denkmalamt komme eine Verlegung des Monopteros nicht in Frage, erklärte Harald Rösler. „Seine Wiederherstellung kostet 250.000 Euro. Die geben wir aber nur aus, wenn wir sicherstellen können, dass der Musentempel nicht gleich wieder dem Vandalismus zum Opfer fällt“, so Rösler, der sich an lauschige Konzerte erinnert, die den Park am Alsterlauf akustisch erfüllten. Streichquartette traten auf, auch Hochzeitsgesellschaften hielten hier ihre Feiern ab. Eine Wiederherstellung wie zur Gründungszeit und eine Wiederbelebung des Gartentempelchens in Eppendorfs schönstem Park befürworten auch Brigitte Schildt und Sabine Maurer. Ob eine Beleuchtung des Kleinods die Grafitti-Sprayer nachts abschrecke? Immerhin bleibe der Monopteros im römischen Garten in Blankenese von solchen Angriffen verschont. (wh)

Hans-Hermann Laatz und Petra Mertens organisieren die öffentliche Ideensammlung, bitten um Vorschläge unter Telefon 428 04 60 52 oder mr@hamburg-nord.hamburg.de
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige