Musik in der Garage?

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„So viel Platz haben wir für Übe-Räume.“ Bernd Lange, Kanzler der Hochschule für Musik und Theater, zeigt, wo die neuen Räume in einer Tiefgarage entstehen könnten.Foto: Hanke

Platzmangel in der Hochschule für Musik und Theater

Pöseldorf. Raumnot an der Hochschule für Musik und Theater: Es fehlt an Übe-Räumen. Die Hochschule, in der alten Budge-Villa am Harvestehuder Weg und einem benachbarten Neubau untergebracht, gehört zu den fünf räumlich am schlechtesten ausgestattetsten Musikhochschulen in Deutschland. 25 zusätzliche Übe-Räume bräuchte die Hochschule, an der derzeit 825 angehende Musiker, Schauspieler und Regisseure ihr Handwerk erlernen. Sie könnten auf dem Gelände der Schule eingerichtet werden.
In einer ebenerdigen Tiefgarage, die niemand mehr braucht. „Um die nötige Anzahl von Stellplätzen nachzuweisen, mussten zwei Tiefgaragen gebaut werden“, erläutert Bernd Lange, der Kanzler (Verwaltungsleiter) der Hochschule. Es wird aber nur noch eine Garage gebraucht. Daher entstand die Idee, eine der Tiefgaragen für Technik-, Lager- und 20 Übe-Räume umzubauen. Zumal diese Garage unter dem Neubau zum Teil ebenerdig in den Abhang zur Alster hineingebaut wurde. Die Musikstudierenden wären also nicht in allen Räumen auf künstliches Licht angewiesen. Einige der Übe-Räume, die wie ein Kranz an den Außenmauern der Tiefgarage geplant sind, könnten Fenster haben. In der Mitte der Tiefgarage würden die Technik- und Lager-Räume entstehen.
Die Tiefgarage bietet insgesamt eine Fläche von rund 900 Quadratmetern. 350 Quadratmeter würden für die 20 Übe-Räume benötigt. Im Rahmen einer für 2014 geplanten Grundsanierung der Hochschule könnte dieser Umbau bestens umgesetzt werden. Noch fehlt es am Geld, um den sinnvollen Plan umzusetzen. 1,6 Millionen Euro würde der Umbau der Tiefgarage kosten.
Allerdings gibt es berechtigte Hoffnung: Die Grünen haben im Rahmen für den Hamburger Haushalts-Entwurf 2013/14 beantragt, die benötigten 1,6 Millionen Euro für den Umbau der überflüssigen Tiefgarage zu bewilligen. Bernd Lange und seine Kollegen vom Vorstand der Hochschule für Musik und Theater wünschen sich naturgemäß sehr, dass dieser Titel in den neuen Haushalt mit aufgenommen wird. (ch)
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