Nabu ruft Volksinitiative ins Leben

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Nabu Hamburg will Volksinitiative „Hamburgs Grün erhalten“ starten Foto: Nabu/Simon Hinrichs

„Hamburgs Grün erhalten“: 10.000 Unterschriften für eine erfolgreiche Volksinitiative nötig

Hamburg Mit großer Mehrheit stimmten Nabu-Mitglieder auf der jährlichen Mitgliederversammlung dem Antrag zur Prüfung für eine neue Volksinitiative „Hamburgs Grün erhalten“ zu. Alexander Porschke, 1. Vorsitzender des Naturschutzbundes (Nabu), erklärt: „Hamburgs Natur steht unter wachsendem Druck. Wir wollen Hamburg als grüne Stadt erhalten und deshalb dem Flächenfraß etwas Wirksames entgegen setzen. Ich freue mich, dass der Antrag zur Prüfung der Volksinitiative von unseren Nabu-Mitgliedern so zahlreich unterstützt wird.“

Grün- und Baumverluste

Hamburgs Grün- und Baumverluste haben sich nach Nabu-Angaben durch den Wohnungsbau in den letzten fünf Jahren zugespitzt. So gab es im Zeitraum von 2011 bis 2016 einen Grünflächenverbrauch für Neubauten von 246 Hektar, insgesamt 110 Bebauungspläne und fast 2900 Bäume, die demzufolge aus dem Stadtbild verschwunden sind. Die zukünftigen Pläne des Hamburger Senats weisen in eine dramatische Dimension. Mit dem „Bündnis für das Wohnen“ sollen jedes Jahr 10.000 neue Wohnungen entstehen, für die im Vertrag des Bündnisses allein schon 67 Hektar Flächenbedarf veranschlagt werden. Es klinge für den Nabu deshalb nach einer leeren Floskel, wenn Senatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) verkündet: „Wir achten sorgfältig darauf, dass Hamburgs Charakter als grüne Stadt bewahrt bleibt.“ Denn Fakt sei: Werden jedes Jahr 100 Hektar der im Flächennutzungsplan ausgewiesenen Siedlungs- und Verkehrsfläche verbaut, sind diese in zehn Jahren verbraucht. Der Nabu will sich mit der Volksinitiative „Hamburgs Grün erhalten“ zum Ziel setzen, Stadt-Grün nach Fläche, Volumen und Naturwert mindestens zu erhalten. Mit der Unterstützung von aktuell über 22.000 Mitglieder sieht der Naturschutzbund gute Chancen. Für eine erfolgreiche Volksinitiative müssen innerhalb von sechs Monaten 10.000 Unterschriften gesammelt werden. (ba)

Weitere Infos: „Hamburgs Grün erhalten“
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