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Hohe Altbauten als Vorbild: SPD und Grüne wollen sich bei Neubauten daran orientieren Foto: Hanke

Bezirksfraktionen wollen Diskurs über neues Bauen

Hamburg-Nord Die schnelle Unterbringung von Flüchtlingen, aber auch der Zuzug vieler Menschen aus anderen Teilen Deutschlands nach Hamburg, muss zu einer Verstärkung des Wohnungsbaus in Hamburg führen. 6000 Wohnungen pro Jahr sind nicht mehr genug. Darüber herrscht Einigkeit unter den Fraktionen in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord. Sie beschlossen in der jüngsten Sitzung nahezu einstimmig (außer AfD), regelmäßig Wohnungsbaukonferenzen mit allen am Wohnungsbau Beteiligten abzuhalten, die es in der Vergangenheit bereits gegeben hatte. Das Ziel: „Gebotene Rahmenbedingungen einer künftigen verdichteten urbanen Metropole aufzunehmen“. Insbesondere sollen die Themen „Nachverdichtung, flächensparendes Bauen (z.B. durch mehr Geschosse), Anpassung der städtischen Infrastruktur, ausreichende Berücksichtigung stadt- und kleinklimatischer Aspekte sowie die Gewährleistung genügend innerstädtischer Freiräume diskutiert werden.“ Kritik kam von den Linken, deren Zusatzantrag nach Beteiligung „stadtpolitischer Akteure und Initiativen“ wie Nord-Netz, BUND, ADFC oder Seniorenbeirat in den Wohnungsbaukonferenzen gefordert wurde, bei Unterstützung durch die Piraten und Bodo Adolphi (AfD) abgelehnt wurde. Die Linken befürchten, dass die Immobilienwirtschaft zu stark, dagegen Anwohner und Akteure aus den Stadtteilen in zu geringem Maße in den neuen Konferenzen vertreten sein werden. Auch Elisabeth Voet van Vormizeele (CDU) pochte darauf, „Bürgerbeteiligung nicht auf Null zurückzufahren“.
SPD und Grüne, die den Antrag eingebracht hatten, sehen die gründerzeitlichen Altbauten wie zum Beispiel in Eppendorf als einen guten Maßstab für eine zukunftsfähige Bebauung. Sechs- bis siebengeschossig oder noch höher, wie in anderen Großstädten müsse künftig gebaut werden, wobei die Qualität des Grüns rund um die Neubauten noch gesteigert werden sollte. (ch)
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