NachbarNetz gewinnt Preis

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Erster Preis für NachbarNetz: Rika Tjakea (2.v.r.) freute sich mit Mitstreiterin Uta Franke (r.) über 3000 Euro. Dagmar Hirche, die Vorsitzende des Vereins „Wege aus der Einsamkeit“, und Moderator Maxi Arland überreichten die Preise. Foto: NachbarNetz
 
Diese Neun organisieren NachbarNetz, regen zu Gruppengründungen und anderen Akrivitäten an, alles ehrenamtlich.Foto: NachbarNetz
Jubel in der Martinistraße und Umgebung! Das neue Projekt NachbarNetz des Vereins MartiniErLeben hat den mit 3000 Euro dortierten ersten Preis beim Wettbewerb „Zuhause hat Zukunft“ des Vereins „Wege aus der Einsamkeit“ gewonnen.
NachbarNetz will Menschen aller Generationen zwecks gemeinsamer Aktivitäten und gegenseitigen Hilfen zusammenbringen. Über Anschläge an Schwarzen Brettern, eine Internetseite und Treffen im Café NachbarNetz, das kürzlich erstmalig in der Begegnungsstätte Martinistraße 33 veranstaltet wurde. Zur freudigen Überraschung der Initiatoren mit viel größerem Zuspruch als gedacht.
Eine WochenBlatt-Ankündigung könnte mitgeholfen haben. Fünf Tische waren voll besetzt. Etwa 40 Gäste waren gekommen. Da stieß die Logistik des Nachmittags schon an Grenzen. Eine Vorführung des Internetaufttritts von NachbarNetz konnten nicht alle Gäste verfolgen. „Mit so vielen Gästen hatten wir am ersten Tag des Cafés nicht gerechnet“, zeigte sich die Initiatorin des Projekts, Rika Tjakea, überrascht und zugleich hoch erfreut. Das NachbarNetz war gleich zum Start überlastet.
Nach Kaffee und Kuchen zum gemütlichen Auftakt stellten sich die neun freiwilligen Mitarbeiter des Projekts vor. Alle hatten bereits Ideen mitgebracht. Ex-Banker Fritz, dessen Zopf und Bart eher ganz andere frühere Aktivitäten vermuten ließen, bot sich als Hauslehrer an. Außerdem repariert er Fahrräder, was mit einem freudigen „Ohhhh!“ kommentiert wurde. Christiane, beruflich bewandert in Sachen Architektur und Stadtplanung, möchte mit anderen die Stadt kennen lernen. Doris bietet Gruppen für kreatives Schreiben, Lesen und Malen an sowie Rundgänge durch verschiedene Stadtteile an. Maria möchte eine Spielerunde gründen und im Eppendorfer Park Boul spielen. Außerdem wurden Hilfen für Menschen angeboten, die nicht mehr so gut gehen können. Auch viele Gäste hatten sich bereits Aktivitäten und Hilfen überlegt, die sie anboten. Einige kamen mit anderen ins Gespräch, knüpften Kontakte, erörterten gemeinsame Aktivitäten.
Lesekreis
Jutta Thiele möchte Kontakte zu Menschen knüpfen, die wie sie im Umfeld der Martinistraße wohnen. Sie kann sich vorstellen eine Literaturgruppe mitzugründen, in der aktuelle Bücher gelesen werden.
Ein Lesekreis - das wäre auch etwas für Rita Bahrdt, Mitglied einer Wohngruppe, die sich um eine Wohnung im früheren Krankenhaus Bethanien bewirbt. „Ich möchte meine zukünftige Umgebung schon einmal kennenlernen. Es war ein schöner Anfang hier“, erzählt die Neu-Eppendorferin in spe. „Ganz begeistert“ zeigten sich auch andere Gäste des ersten Café NachbarNetz.
Dorfgemeinschaft
„Wir wollen Menschen aller Generationen zusammenbringen. Ich denke an dörfliche Gemeinschaften. Der eine gießt die Blumen von jemand anderen, der nicht da ist oder es nicht mehr kann. Jemand anderes führt die Katze eines anderen aus. Man kommt zusammen, geht gemeinsam ins Kino, spielt etwas zusammen oder gründet Interessengruppen. Diese Dorfgemeinschaft wollen wir wiederbeleben“, erzählt Rika Tjakea, die Initiatorin des Projekts.
Das Café NachbarNetz wird künftig am ersten Dienstag im Montag um 15 Uhr in der Begegnungsstätte Martinistraße 33 stattfinden. Im Internet findet man NachbarNetz unter www.martinerleben.de und dem Link NachbarNetz. Da gibt es die Rubriken Suchen, Bieten und Gemeinsam aktiv werden. Alles kostenlos.(ch)
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1 Kommentar
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MARTINIerLEBEN e.V. aus Eppendorf | 10.07.2012 | 21:47  
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