Nachruf: Margot Schöneberndt verstorben

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So behalten ihre Fans Margot Schöneberndt in Erinnerung: als lustige Volksmusikerin Foto: Hanke

Die Volksmusikerin aus Groß Borstel erfreute mit Gesang und Akkordeon die Menschen in Altentagesstätten, bei Stadtteilfesten und auf Geburtstagen

Groß Borstel Die beliebte Volksmusikerin Margot Schöneberndt aus Groß Borstel starb am vorletzten Freitag an den Folgen eines Sturzes, den sie vor ihrer Haustür erlitt. Sie war die „Stimmungstante“, so bezeichnete sie sich selbst, hat jahrzehntelang vor allem Hamburger mit Gesang und Akkordeon erfreut. In Altentagesstätten, bei Stadtteilfesten, auf Geburtstagen und bei anderen festlichen Anlässen. Nicht selten tobte der Saal, wenn Margot Schöneberndt in die Tasten ihres Akkordeons griff. Die Hamburger Volksmusik war ihr Metier: „Ich wollte immer Lustigkeit verbreiten“, sagte sie beim letzten Wochenblatt-Interview vor drei Jahren. „Runter in den Saal und ran an die Leute“, lautete ihre Devise. Die Musik wurde ihr schon in die Wiege gelegt. Die Mutter spielte Klavier, der Vater im Posaunenchor. Margot trat früh mit dem Akkkordeon in Lokalen auf, spielte nach der Schule in einem holländischen Damenorchester. 100 Mal trat sie im Hafenkonzert auf, 70 Mal war sie im Fernsehen zu sehen. Die Ehe unterbrach die hoffnungsvolle Karriere („Früher hat man sich eher angepasst als heute“). Nach zwei Schicksalschlägen, zwei der vier Kinder starben bei Unfällen, begann sie wieder mit der Musik, wurde die „Stimmungstante“. „Ich war für die Musik geboren“, sagte Margot Schöneberndt. Kurz vor einem Auftritt erlitt sie nun den tödlichen Unfall. Sie wurde 82 Jahre alt. (ch)
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