Naturschutz mit allen Sinnen

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Einen Waldkauz hatte der siebenjährige Georg genäht
Hamburg: Grundschule St. Nikolai |

Klasse 1c der Grundschule St. Nikolai hat sich bundesweit durchgesetzt

Von Christian Hanke

Eppendorf Großer Erfolg für einige der jüngsten der Grundschule St. Nikolai: Die 1c, die „Rehklasse“, hat im bundesweiten Umweltwettbewerb der Naturschutzjugend (Naju) „Erlebter Frühling“ im Nabu e.V. die Kategorie Schule gewonnen. Dafür gab´s eine Urkunde und einen Gutschein für das „Fuchsmobil“ des Naju, das viele Umweltaktivitäten ermöglicht.

Mehr als 1.800 Kinder aus ganz Deutschland hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt. Es galt vier Frühlingsboten vom Winter an zu begleiten: die Salweide, die Bänderschnecke, den Waldkauz, Vogel des Jahres 2017, und den Braunbrustigel. Die 23 Kinder der „Rehklasse“ erkundeten mit ihrer Lehrerin Catharina Clausen Weiden im Eppendorfer Park, schauten sich im Freilichtmuseum Kiekeberg im Landkreis Harburg an, wie aus Weiden-zweigen Körbe gebastelt werden, informierten sich im Zoologischen Museum über Waldkauz, Bänderschnecke sowie Braunbrustigel und pflanzten im Schulgarten eine Weide.

Aber das war noch lange nicht alles. Im Rahmen eines Basteltages wurden „Waldkäuze“ genäht, Körbchen aus Weiden geflochten, ein Igel aus Ton geknetet und ein Wandbild mit Schnecken gestaltet. Und alle vier Frühlingsboten erhielten Namen: Sanna, die Salweide, Ben der Braunbrustigel, Wanja, der Waldkauz, und Bea, die Bänderschnecke.
Schließlich der Höhepunkt: das Musical „Friedericke und die vier Frühlingsboten“, von der Klasse nach einem Theaterprojekt von Margret Netten selbst entwickelt. Beim Frühlingsfest mit Eltern, Geschwistern und Freunden wurde es gespielt. Da geht´s um das Gänseblümchen Friedericke, dass so groß wie Sanna, der Weidenbaum, werden wollte – und es auch schaffte, weil es viel getrunken hat. Doch dann wurde es ganz unglücklich, weil die klein gebliebenen Gänseblümchenfreunde nun ganz weit entfernt waren. Aber dank der Ratschläge der klugen Waldkäuze erhielt es seine alte Größe zurück.

Experten begeistert

Über all´ diese Aktivitäten haben die kleinen Frühlingsforscher ein Projektbuch geschrieben, das an die Naju eingeschickt wurde. Und die zeigten sich begeistert von allen Wettbewerbsbeiträgen. Christoph Röttger, Bundesjugendsprecher der Naju, hofft, dass die Forschungen in jungen Jahren Folgen haben werden: „Die Kinder waren in der Natur unterwegs und haben die Besonderheiten der vier Frühlingsboten mit allen Sinnen erforscht. Das ist wichtig, denn nur was man kennt, kann man auch schützen.“
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