Neue Bleibe für Obdachlose

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Heilsarmee und Hanseatic Help helfen: Ole Wöbke, Luise Schröder und Maren Siewert (v. l.) Foto: ch

Die Heilsarmee in Groß Borstel bekämpft wachsende Wohnungsnot

Groß Borstel Die Heilsarmee in Groß Borstel reagiert auf die wachsende Wohnungsnot in Hamburg. Neben dem Jakob-Junker-Haus, der Unterkunft für wohnungslose Männer an der Borsteler Chaussee 23, stapeln sich seit kurzem zwölf Wohncontainer und daneben noch zwei etwas abseits mit Sanitäranlagen. Die Heilsarmee schafft Platz für weitere Obdachlose. „Die Wohnungsnot ist groß in Hamburg. Dementsprechend steigt bei uns die Nachfrage nach Wohnplätzen“, erläutert Luise Schröder, die Leiterin des Jakob-Junker-Hauses, die in den Containern noch einen besonderen Vorteil für die Klientel der Einrichtung sieht. „Zu uns kommen Menschen buchstäblich von der Straße. Die sind es oft nicht gewöhnt in einem Haus zu wohnen. Der Container ist eine gute Übergangslösung. Deren Bewohner müssen viel selbstständiger sein, als die Hausbewohner“, berichtet Luise Schröder. Der Container als Zwischenstufe zwischen Straße und Wohnung. Ein Hauswirtschaftscontainer sorgt für Strom und Wasser. In die einzelnen Container wurde kein Wasseranschluss verlegt. Zu teuer. Die Container sind nur angemietet. Sechs standen schon im Winter im Rahmen des Winternotprogramms. Weitere sechs sind jetzt hinzugekommen. „Fünf der Bewohner vom Winter sind gleich geblieben“, erzählt Luise Schröder. Die Inneneinrichtung der 2,50 mal sechs Meter großen Container hat der Verein Hanseatic Help e.V. gestaltet, der sich anlässlich der Einrichtung von Kleiderkammern für Flüchtlinge gründete. „Wir haben ein Online-Fundraising-Projekt für die Inneneinrichtung der Container gestartet und großen Zulauf“, erzählt Ole Wöbke von Hanseatic Help. „Es kommen täglich Anfragen nach Wohnplätzen“, betont Maren Siewert, die Stellvertreterin von Luise Schröder. (ch)
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