Neue Brücke eingeweiht

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Bei der feierlichen Einweihung (v.l.): Bezirksamtsleiter Harald Rösler, Zweite Bürgermeisterin Dorothee Stapelfeldt, SPD-Distriktvorsitzender Markus Hahn, Harald Gabriel, Bürgerschaftsabgeordneter Jan Quast und Jens Gärtner Foto: Kuchenbecker

Demokrat Heinz Gärtner gewidmet

Winterhude. Er lebte in Winterhude: Jetzt ist Heinz Gärtner für sein unermüdliches Engagement für die Demokratie und gegen Rechtsextremismus und Faschismus post mortem geehrt worden: Die Brücke, die den Jarreplatz mit der Grünanlage Johannes-Prassek-Park und dem Spielplatz Weidestraße verbindet, trägt seinen Namen.
Es ist ein denkwürdiger Augenblick, als Bezirksamtsleiter Harald Rösler und die Familie des Namensgebers zusammen das Schild enthüllen. Denn es hatte zwölf Jahre gedauert, bis diese Brücke von der Idee bis zur Umsetzung entstand.
Doch nun ist sie da: Mit ihren 33 Metern verbindet sie die Jarre-
stadt mit der Grünanlage und dem Spielplatz an der Weidestraße. Von Dezember 2012 bis Juni dieses Jahres wurde die barrierefrei gestaltete Brücke montiert. Sie ist eines von fünf Projekten, um die öffentlichen Grünbereiche der Jarrestadt zu stärken und kostete gut 2,5 Millionen Euro.
Doch die Investition hat sich gelohnt. Auch SPD-Bürgerschaftsabgeordneter Jan Quast ist zufrieden: „Und nun ist es so weit, auch die Brücke ist fertig, ein Gewinn für die Jarrestadt.“
Es sei hilfreich gewesen, so Quast in seiner Rede weiter, die Zeit gehabt zu haben, einen guten Namen für die Brücke zu finden. Denn die Idee musste reifen, so der Politiker weiter.
Die Wahl fiel auf Heinz Gärtner, einen Mann, der sein Leben in der Jarrestadt verbrachte. Gärtner war Widerstandskämpfer im Dritten Reich; er war ein Verfechter der Demokratie, der Freiheit. Er übernahm nach dem Verbot der SPD als 17-Jähriger Kurierfahrten und arbeite „illegal“ weiter in seinem Distrikt Goldbek. Für sein Engagement wurde Gärtner hart bestraft: Als die Nazis ihm auf die Schliche kamen, wurde er von der Gestapo verhaftet, verhört und gedemütigt. Er kam für anderthalb Jahre in das KZ Fuhlsbüttel und in die Jugendhaftanstalt Hanöfersand. Nach dem Arrest machte er weiter.
Feierlich übergaben Bezirksamtsleiter Harald Rösler und die zweite Bürgermeisterin Dorothee Stapelfeldt nun die Brücke den Bewohnern der Jarre-
stadt. Gerührt zeigte sich auch die Familie von Heinz Gärtner. Seine Söhne Jens Gärtner und Harald Gabriel waren mit ihren Kindern und Enkeln gekommen, um an der feierlichen Einweihung teilzunehmen. (nk)
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