Neue Brücken schlagen

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Neubauprojekt Tarpenbeker Ufer wird nicht größer als geplant: 750 Wohnungen sollen entstehen Visualisierung: Otto Wulff GmbH

Bald Baubeginn am Tarpenbeker Ufer. Bezirkspolitik: „Gute Anbindung wichtig“

Von Christian Hanke
Groß Borstel
Rund 2.000 neue Bürgerinnen und Bürger erwartet Groß Borstel, wenn das Neubauprojekt Tarpenbeker Ufer auf dem Gelände des früheren Güterbahnhofs Lokstedt realisiert ist. 750 neue Wohnungen sollen hier gebaut werden. Dabei wird es bleiben. Die kürzlich erwähnte Erweiterung der geplanten Wohnungen auf 1.100 bezeichnete Stefan Wulff, Geschäftsführender Gesellschafter von Otto Wulff Bauunternehmen, die Tarpenbeker Ufer baut, als falsches Gerücht. Baugenehmigungen sind für drei Bauabschnitte bereits erteilt worden. Hier kann mit dem Bau demnächst begonnen werden. Die vom Zentrum Groß Borstels durch die Tarpenbek getrennte Neubausiedlung bedarf einer gut ausgebauten Anbindung an die Stadtteilmitte mit Geschäften, Schulen und Bushaltestelle. Eine Brücke für Radfahrer und Fußgänger soll daher über die Tarpenbek gebaut und am Sportplatz des TSV 08 zum Brödermannsweg geführt werden. SPD und Grüne haben nun im Regionalausschuss Langenhorn/Fuhlsbüttel/Groß Borstel/Alsterdorf beantragt, dass sich die Bezirksverwaltung bei den zuständigen Stellen dafür einsetzen möge, dass diese Fuß- und Radwegeverbindung „ganzjährig barrierfrei, sicher und entsprechend den Lichtverhältnissen auch beleuchtet benutzbar ist“. Eine Forderung, die kürzlich auch das Begleitgremium des Bauvorhabens aus Mitgliedern aller Beteiligter „massiv und einvernehmlich“ gestellt hatte. Dabei hatte der Architekt Henning Matthes eine zweite Variante für diese Wegeverbindung aufgezeigt, nicht westlich vom TSV 08-Sportplatz, wie bislang angedacht, sondern östlich des Sportplatzes. Der Vorteil: hier ist das Gefälle geringer, was Gehbehinderten und Rollstuhlfahrern zugute kommen würde. Schließlich fordern SPD und Grüne in ihrem Antrag, alle Bevölkerungsgruppen, „unabhängig von deren Alter und Gesundheitszustand“ sollten diese Wegebeziehung „ganzjährig gut und sicher“ nutzen können. Einen speziellen Vorschlag, der an die Historie erinnern möge, machte der SPD-Bezirksabgeordnete und Vorsitzende des Regionalausschusses Langenhorn/Fuhlsbüttel/Groß Borstel/Alsterdorf, Jörg W. Lewin: Auf der Brücke solle an einem kleinen Verweilplatz daran erinnert werden, dass die Tarpenbek bis 1864 die Grenze zwischen der Hamburgischen Landgemeinde Groß Borstel und der unter dänischer Oberhoheit stehenden Holsteinischen „Gemeinde Lockstedt“ gewesen war.
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