„Neue“ Grenzsteine im Mittelweg

Anzeige
Helmuth Barth, der Vorsitzende des Vereins Freunde der Denkmalpflege, neben einem der beiden restaurierten Grenzsteinen am MittelwegFoto: Hanke

Verein Freunde für Denkmalpflege ließ Steine von 1821 restaurieren

Hamburg. Zwei alte Grenzsteine strahlen am Mittelweg wieder, als seien sie gerade gesetzt worden. Dabei stammen sie aus dem Jahre 1821 und fielen bis vor Kurzem aufgrund starker Verwitterungen kaum auf. Bis der Verein Freunde der Denkmalpflege sie restaurieren ließ. „Wir haben in jedem Jahr ein Schwerpunktthema und für 2014 haben wir uns ‚Historische Wege‘ vorgenommen. Dafür haben wir diese beiden Grenzsteine restaurieren lassen“, erläutert Helmuth Barth, der Vorsitzende des Denkmalpflegevereins. Nach der Entfernung des umliegenden Unkrauts wurde zunächst mit Abbeizer sowie mit einem Heißluftfön und anderen Lösungsmitteln versucht, die äußerst dicken Farbschichtpakete der Grenzsteine zu entfernen. Nichts half. Erst eine Sandstrahlbehandlung führte zum Erfolg.
Die Bezeichnungen auf den Steinen wurden mit lichtechten Acrylfarben erneuert. Geschäftsleute auf beiden Mittelweg-Seiten stellten Strom und Wasser für die Sanierungsarbeiten zur Verfügung.
Auf den Steinen, die gegenüber vor Hausnummer 174 am Mittelweg an der Einmündung Tesdorpfstraße stehen, sind auf der einen Seite der Steine die Buchstaben HB und auf der anderen IK zu lesen.
Darunter findet sich die Aufschrift No. 5 beziehungsweise No. 6. Die Steine markierten bis 1836 die Grenze zwischen zwei Hamburgischen Bezirken, der Landherrenschaft Hamburger Berg (HB) und der Landherrenschaft Kloster St. Johannis (IK). Zu Hamburger Berg (heute St. Pauli) gehörte damals auch die Gegend vor dem Dammtor, in etwa das heutige Rotherbaum. Harvestehude dagegen war alter Klosterbesitz (Kloster Herwardeshude, nach der Reformation Kloster St. Johannis). Die Grenze verlief entlang des Mittelwegs von Fontenay bis zur heutigen Hansastraße.
Die Sanierung der Grenzsteine hat 1.100 Euro gekostet. Noch einmal dieselbe Summe müsste aufgebracht werden, um ein Platte mit Informationen zu den Steinen vor der Grenzmarkierung auf der westlichen Seite in den Boden einzulassen. (ch)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige