Neue Lauben am Stadtpark in Winterhude

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Fünf Mann und eine Laube: Stolz präsentierten Roland Heise, Dirk Sielmann, Harald Rösler, Egbert Willing (Management des öffentlichen Raumes HH-Nord) und Mathias Buller (Stadtgrün HH-Nord) die erste Laube auf der neuen Kleingartenfläche am Stadtpark Foto: Hanke

61 Parzellen an der Saarlandstraße für Kleingärtner

Winterhude Neue Lauben für ehemalige Pergolenviertel-Kleingärtner. Das Bezirksamt Hamburg-Nord übergab jetzt ein rund 22.000 Quadratmeter großes, in neun Monaten Bauzeit für Kleingärten hergerichtetes Gelände zwischen dem U-Bahndamm zwischen den Stationen Saarlandstraße und Borgweg sowie dem Goldbekanal an den Landesbund der Gartenfreunde Hamburg e.V.. Dort sollen in erster Linie von den Flächen des Pergolenviertels vertriebene Kleingärtner neue Lauben bauen können. Es handelt sich um eine frühere Fläche der Staudengärtnerei am Stadtpark, die geräumt wurde. Auf diesem Gelände ist Platz für 61 Lauben. Hier wird der Kleingartenverein Barmbeker Schweiz eine neue Heimat finden, der etwa die Hälfte seiner Parzellen auf der Fläche an der Grenze zu Barmbek aufgeben musste, auf der das neue Pergolenviertel gebaut werden soll. „Alle Kleingärtner, die auf die neue Fläche am Stadtpark umziehen wollten, haben eine Parzelle bekommen“, berichtet Roland Heise, der erste Vorsitzende des Kleingartenvereins Barmbeker Schweiz. 48 Parzellen sind bereits vergeben worden, teilweise auch an neue Eigentümer aus Barmbek und Winterhude. Und wer die Kosten für eine neue Laube, immerhin bis zu 10.000 Euro, nicht aufbringen kann, der kann sie auch mieten. Der neue „Laubenfonds für Räumungsbetrofffene“ des Landesbunds der Gartenfreunde in Hamburg e.V. macht´s möglich. Gegen ein monatliches Nutzungsentgeld in Höhe von 50 Euro und eine Verwaltungsgebühr von 1,50 Euro im Monat kann eine Laube gemietet werden, die der Landesbund aufstellt. Unter Anrechung der gezahlten Beträge können die Laubenmieter ihre Parzelle später auch erwerben. Dirk Sielmann, der erste Vorsitzende des Landesbundes, zeigte sich bei einer gemeinsamen Besichtigung des Geländes zwischen Bahndamm und Goldbekkanal mit Bezirksamtsleiter Harald Rösler sehr zufrieden mit dieser Lösung für die vertriebenen Kleingärtner. „Uns ist es wichtig, dass die Ersatzparzellen nicht an den Rand der Stadt, sondern wohnortnah angelegt werden. Genauso wichtig ist es uns, dass im Rahmen größerer Wohnungsbaumaßnahmen neue Kleingartenflächen mitgeplant werden“, sagte Sielmann. „Die Kleingärtner können Inventar und Pflanzen von ihren alten Parzellen mitnehmen“, ergänzte Roland Heise. Befürchtungen, dass auch die neue Kleingartenfläche irgendwann dem Wohnungsbau geopfert werden könnte, widersprach Harald Rösler ganz entschieden. Bis zum 30. November bleibt den Kleingärtnern nun Zeit, an die Saarlandstraße umzuziehen. Alles bestens also? Die Initiative Dieselstraßenland ist empört, weist daraufhin, dass unterm Strich Parzellen vernichtet wurden. Von 30 Hektar Kleingartenfläche des künftigen Pergolenveiertels bleiben nur sechs Hektar. 2,2 Hektar am Stadtpark kommen hinzu. „Hamburgs Gärten wurden hier ohne Not und für immer dezimiert“, lautet das Fazit von Dieselstraßenland. (ch/wbs)
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