Neue Leiterin für den Hospizdienst

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Freut sich auf ihre neue Aufgabe: Marina Schmidt (51, li.) tritt die Nachfolge von Siglinde van Huffel (63) an Foto: Flüß

Marina Schmidt tritt im April die Nachfolge von Siglinde van Huffel an

Winterhude „Es gibt keine Sicherheit im Leben. Eine schwere Erkrankung zeigt uns auf, wie begrenzt unsere Kontrolle ist. Als ich das angenommen habe, haben die Themen Tod und Sterben ihren Schrecken für mich verloren“, resümiert Marina Schmidt. Die 51-Jährige übernimmt zum 1. April die Leitung des Ambulanten Hospizdienstes für Winterhude und den Hamburger Osten. Marina Schmidt ist dann Koordinatorin und Ansprechpartnerin für die ehrenamtlichen Hospizbegleiter, die Sterbenden Zuhause oder im Wohnheim ergänzend zu pflegerischer und medizinischer Versorgung zur Seite stehen. Die Krankenschwester hatte selbst große Probleme damit, die Themen Sterben, Tod und Trauer anzunehmen: „Irgendwann musste ich mich entscheiden, mich tiefer damit auseinanderzusetzen oder einen anderen Beruf zu ergreifen.“ Sie entschied sich für die Auseinandersetzung und gründete an ihren damaligen Arbeitsstätten in Schleswig-Holstein eine Arbeitsgruppe für „Sterben und Tod im Krankenhaus“ und baute ein Palliative-Care-Team sowie ein ambulantes Team auf. Die Begleitung von Sterbenden empfindet Marina Schmidt als Bereicherung: „Es geht immer darum, sich auf die Welt eines anderen einzulassen.“ Auf ihre neue Aufgabe als Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes freut sie sich: „Die Arbeit mit Ehrenamtlichen ist eine besondere Herausforderung, denn es geht ihnen nicht ums Geld sondern darum, das Sterben und den Tod mehr in die Gesellschaft zu integrieren. Die Ehrenamtlichen haben ganz unterschiedliche berufliche Hintergründe und bringen eine erfrischend andere Sicht mit. Ich hatte schon viele Aha-Erlebnisse.“ Derzeit sind 18 Ehrenamtliche Begleiter zwischen 30 und 70 Jahren in Winterhude tätig. Marina Schmidt hofft, dass es noch viel mehr werden. Die geschiedene Mutter zweier erwachsener Söhne übernimmt die Leitung von Siglinde van Huffel, die den Dienst vor elf Jahren aufbaute: „Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge in den Ruhestand“, gesteht die 63-Jährige. „Die Arbeit war sehr befriedigend. Und wir haben es geschafft, uns ins Bewusstsein der Gesellschaft zu bringen.“ Am 27. März wurde Siglinde van Huffel feierlich verabschiedet.
Träger des Hospizdienstes ist die Evangelische Stiftung Bodelschwingh in der Forsmannstraße in Kooperation mit dem Freundeskreis Oberaltenallee e.V. und der Stiftung Das Rauhe Haus. (flü)

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