Neue Radwege für Bebelallee

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Neue Schutzstreifen für Fahrradfahrer auf der Bebelallee – hier führt die Veloroute 4 entlang. Foto: ab

Wer bezahlt die Baumaßnahmen?

Winterhude/Alsterdorf. Warum gibt es auf der Bebeallee neue Fahrradstreifen und wieso werden neue Parkplätze eingerichtet? Und wer bezahlt das Ganze überhaupt?

Das sind Fragen, die sich derzeit die Anwohner rund um die Bebelallee stellen. Fakt ist, dass dem Bezirk Nord für Sanierung-, Aus- und Umbau von Radwegen in diesem Jahr 342.000 Euro zur Verfügung stehen. Mit diesen Mitteln soll im Bereich Alte Wöhr zwischen Saarlandstraße und Fuhlsbüttler Straße ein Schutzstreifen für Radfahrer eingerichtet werden.
Die Maßnahmen, die auf der Bebelallee zwischen Hindenburgstraße und Deelböge umgesetzt werden, sollen rund 1,4 Millionen kosten. So mancher fragt sich an dieser Stelle, woher das Geld kommt und warum jenes nicht in die Sanierung von Straßen, die mit Schlaglöchern gepflastert sind, gesteckt wird. Wie das Wochenblatt berichtete, fehlen dem Bezirk Nord allein dafür über 8 Millionen Euro.
Sonderprogramm
Während die Sanierung der Straßen aus dem „Sonderprogramm Winterschäden“ finanziert wird, kommt das Geld für die Arbeiten auf der Bebelallee von der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation.
Veloroute
Der Ausbau der Veloroute 4, einer von insgesamt 14 in Hamburg. Diese soll künftig komplett entlang der Bebelallee verlaufen.
Hierfür werden auf einer Länge von insgesamt 1,45 Kilometer zwischen Deelböge und Wilhelm-Metzger-Straße beidseitig Radwege neben dem Bürgersteig (Fertigstellung: September 2012) und zwischen Wilhelm-Metzger-Straße und Hindenburgstraße Fahrradschutzstreifen auf der Fahrbahn (Beginn: Frühjahr 2013, nach Fertigstellung der Deelbögenbrücke) eingerichtet.
Die Sorge einiger Radfahrer, dass das Fahren auf der Straße ein erhöhtes Sicherheitsrisiko mit sich bringe, kann der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) nicht bestätigen: „Auf der Straße können Radler von den Autofahrern nicht übersehen werden.
Vorteil
Sehen und gesehen werden“, so Dirk Lau vom ADFC Hamburg. „Die Straße ist nicht nur sicherer, als man denkt. Sie ist dank des Asphaltuntergrunds in den allermeisten Fällen auch komfortabler zu befahren – und zügiger.“ Der Radverkehr gehöre auf die Straße, so stehe es schließlich unmissverständlich in der Straßenverkehrsordnung. Bereits 1997 hat der Gesetzgeber die Gleichberechtigung von Fahrrad und Auto verdeutlicht, indem er in der Straßenverkehrsordnung das Radfahren auf der Fahrbahn als Normalfall festgelegt hat. Zumal der alte, nur 80 Zentimeter breite, Radweg auf der Bebelallee teilweise zugewuchert, oftmals von Fahrzeugen zugeparkt und durch Schlaglöcher und hoch drückende Baumwurzeln beschädigt und somit weder besonders sicher noch komfortabel zu befahren war.
Thema Parkplätze
Auf der rechten Seite stadtauswärts werden sechs Parkplätze geschaffen und zwischen Hindenburgstraße und Carl-Cohn-Straße entstehen auf der linken Seite stadtauswärts rund 37 Längsparkbuchten.
„Durch den Umbau werden an dieser Stelle erstmals Stellflächen geschaffen“, so Peter Hansen, Sprecher des Bezirksamts Nord.
Warnung
„Das bisherige Parkverhalten von Autofahrern, die ihr Fahrzeug auf dem Gehweg abstellen, wird zukünftig nicht mehr geduldet.“ (ab)
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1 Kommentar
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C. Barg aus Alsterdorf | 14.11.2012 | 17:19  
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