Neuer Leiter für das Bezirksamt Eimsbüttel

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Kay Gätgens, 54, übernimmt die Leitung des Bezirksamts Eimsbüttel Foto: ch

Der gebürtige Hamburger Kay Gätgens ist der neue Mann an der Spitze

Von Christian Hanke
Harvestehude
Der neue Leiter des Bezirksamtes Eimsbüttel heißt Kay Gätgens. Der bisherige Baudezernent wurde kürzlich von der Bezirksversammlung Eimsbüttel mit 27 von 47 Stimmen ins höchste Amt des Bezirks gewählt. SPD und Grüne, die in der Bezirksversammlung eine Mehrheitskoalition bilden, hatten sich für den 54-jährigen Gätgens entschieden. Einen Mann, der das Bezirksamt und „seinen“ Bezirk bereits bestens kennt. Seit 15 Jahren ist der gebürtige Hamburger in der Verwaltung des Bezirks Eimsbüttel tätig, unter anderem als Fachamtsleiter Stadt- und Landschaftsplanung und zuletzt als Dezernent für Wirtschaft, Bauen und Umwelt. Und in diesem Bezirk ist er auch aufgewachsen, in Schnelsen, wo er heute mit seiner Familie, Ehefrau und zwei Kindern im Alter von 18 und 14 Jahren, wieder wohnt. Ein Zeichen von Bodenständigkeit? Kay Gätgens zögert leicht: „Ja, aber ich bin genauso offen für neue Dinge“, und erwähnt seinen Aufenthalt in New York als junger Architekt und Stadtplaner: „Das war total wichtig und gut.“ Offenheit für Neues nennt Gätgens auch als eine der drei wichtigsten Punkte für seine erste Amtszeit als Bezirks-amtsleiter. Der zweite folgt aus dem ersten: „Nach vorn denken, Ideen entwickeln.“ Punkt drei: „Empathie, Zugewandtheit in der Zusammenarbeit mit Politik und Bürgern.“

Verwaltung statt Stahlbetonbau

Der Gemeinsinn hat ihn schließlich in die Politik und in die Verwaltung gebracht. „Ich hatte schon in der Schule Interesse, mich gesellschaftlich zu engagieren“, erzählt Gätgens, der kurz nach dem Abitur in die SPD eintrat und einige Jahre als deren Abgeordneter in der Bezirksversammlung Eimsbüttel saß (bis 2001). Er lernte Stahlbetonbauer, studierte Architektur und Stadtplanung und war einige Jahre als Stadtplaner in der Privatwirtschaft tätig, bevor er sich entschloss, in die Verwaltung zu wechseln, um seine Interessen und Fähigkeiten mit dem Gemeinsinn zu verbinden. Am Bezirk Eimsbüttel schätzt der neue Amtsleiter die Vielseitigkeit: „Er hat alle Elemente einer Stadt in sich.“ Der Wohnungsbau steht, wenn wundert‘s, für ein SPD-Mitglied, das Architektur und Stadtplanung studierte, unter den sachlichen Zielen an erster Stelle. Insbesondere den sozialen Wohnungsbau will Gätgens fördern. Als weitere wichtige Ziele nennt Gätgens „die Stärkung des sozialen Zusammenhalts und die Förderung moderner Mobilitätslösungen sowie die Weiterentwicklung der Bürgerbeteiligung“.

Alle Verkehrsteilnehmer berücksichtigen

Unter den modernen Mobilitätslösungen versteht er die Berücksichtigung aller Verkehrsteilnehmer. Den Radverkehr gilt es zu fördern. Das Angebot an Bussen und Bahnen muss weiter gestärkt werden. Fußgänger brauchen mehr Platz. Über E-Mobilität und Car Sharing möchte Gätgens mithelfen, neue Angebote für den Autoverkehr zu schaffen. Er ist ganz sicher: „Das Mobilitätsverhalten wird sich in den nächsten zehn bis 15 Jahren verändern.“ Städte wie Kopenhagen zeigen uns, wie attraktive Mobilitätsangebote aussehen können.“

Bürgerbeteiligung

Auch in der Bürgerbeteiligung möchte Gätgens neue Wege gehen. Im Zusammenhang mit der Erarbeitung eines räumlichen Leitbildes für Eimsbüttel können die Bürger sich unter www.eimsbuettel2040.de online beteiligen. Und in Kneipen liegen Postkarten aus, auf denen sich die Bewohner des Bezirks Eimsbüttel zum zukünftigen Leitbild äußern können. Darüber hinaus werden die Bürgerinnen und Bürger in den nächsten Wochen an Infoständen auf Wochenmärkten und in den Stadtteilzentren zur Entwicklung des Bezirks befragt und können sich einbringen.

Mit dem Rad ins Amt

Für Harvestehude und Rotherbaum freut sich Gätgens über den Aus- und Umbau der Universität, insbesondere auf der nach dem MINT-Campus an der Bundesstraße und die Umbauplanung des Clubs an der Alster, – „ein sehr ambitioniertes Projekt“ – die er grundsätzlich begrüßt. Die Bewältigung der Themen Lärm und Verkehr sind hier besonders wichtig um das Projekt verträglich im Quartier zu integrieren. Was Kay Gätgens macht, wenn er nicht an Politik denkt? Er treibt Sport und ist mit seiner Familie zusammen. Der neue Bezirksamtsleiter fährt jeden Tag mit dem Fahrrad von Schnelsen nach Harvestehude ins Amt. Er joggt und spielt Fußball. „In unserer Betriebssportmannschaft.“

Weitere Infos zur Bürgerbeteiligung: Bezirk Eimsbüttel 2040
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