Neuer Uni-Campus an der Bundesstraße

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Dieser Entwurf des Architektenbüros Bez + Kock wurde jetzt zur Grundlage der weiteren Planung für die Neugestaltung des MIN-Bereiches der Universität an der Bundesstraße ausgewählt Foto: Bez + Kock

Schickes Domizil für MIN-Fächer. Umbau des Geomatikums in Vorbereitung

Rotherbaum. Die Planung steht, der Entwurf ist beschlossen. Der Um- und Neubau für die Fachbereiche Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften (MIN) der Universität an der Bundesstraße kann beginnen. Für das größte Projekt, das MIN-Forum und das Gebäude für die Informatik an der Ecke Bundes- und Sedanstraße, bestimmte ein siebenköpfiges Fachgremium jetzt den Siegerentwurf eines Architektenwettbewerbs zur Grundlage der weiteren Planung. Aus den eingereichten Entwürfen hatte ein Preisgericht im Oktober 2012 drei Arbeiten ausgewählt und bereits platziert. Nachdem die Architektenbüros ihre Entwürfe in Hinblick auf Funktionalität, Fassadengestaltung und Einhaltung des Kostenrahmens optimiert haben, fiel nun die endgültige Entscheidung.

Siegerentwurf vorgestellt

Die in hellem Stein gehaltenenen Gebäude von Bez + Kock Architekten aus Stuttgart, die sich zur Ecke Bundes- und Sedanstraße hin öffnen, bilden den Rahmen für die weitere Planung, die nun beauftragt werden kann.
Auf rund 17.800 Quadratmetern werden zwei Gebäude an der Ecke Bundes- und Sedanstaße die Bibliothek, die Mensa und zentrale Lehrflächen für die MIN-Bereiche beherbergen. Ein drittes Gebäude für die Chemie folgt an der Sedanstraße. „Der Siegerentwurf öffnet die Universität weiter in den Stadtteil und sorgt dafür, dass die Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften künftig ein repräsentatives und modernes Gesicht auf dem Campus bekommt“, freute sich Wissenschaftssenatorin Dorothee Stapelfeldt bei der Vorstellung der Entwürfe. Derzeit sind insbesondere die Naturwissenschaften in unansehnlichen und teilweise maroden Gebäuden zwischen Bundesstraße und Grindelallee untergebracht. Die Informatik, derzeit in Stellingen beheimatet, wird mit dem Neubau endlich in den Uni-Campus in Rotherbaum integriert. Auch Oberbaudirektor Jörn Walter zeigte sich begeistert: „Den Verfassern des 1. Preises ist ein Gebäudeensemble gelungen, das sich wie kein anderer Entwurf dem öffentlichen Raum an der Bundestraße zuwendet.“ Die Verbundenheit der Ideen von Bez + Kock mit dem Stadtteil hatte den Ausschlag über den Sieg gegeben.
Nachdem nach langen Diskussionen vor einigen Jahren die Entscheidung gefallen war, die Universität am derzeitigen Standort in Rotherbaum zu erweitern und sie nicht in altem Hafengebiet ganz neu zu bauen, liegt der Fokus der Neuplanung auf dem Ineinandergreifen von Universität und Stadtteil. Das betonte auch Birgit Fuhlendorf, die Dezernentin für Wirtschaft, Bauen und Umwelt: „Mit dem Entwurf von Bez + Kock erhalten wir einen überzeugenden Beitrag zur Öffnung der Universität in den Stadtteil. Durch die geschickte Platzbildung an der Ecke Sedanstraße/Bundesstraße, die Anordnung der öffentlichkeitswirksamen Nutzungen in den Erdgeschosszonen und das Bespielen des Außenraumes durch gastronomische Angebote wird die Universität besser wahrnehmbar und trägt zur Belebung des öffentlichen Raumes bei.“ Für die Neubauten an Bundes- und Sedanstraße auf einer Fläche, die derzeit weitgehend unbebaut ist, sind 100 Millionen Euro vorgesehen.


Neues Gebäude für
Klimawissenschaften

Der erste Neubau im Rahmen der Neugestaltung der Universität wird aber zunächst an der Bundesstraße neben dem Geomatikum realisiert. Hier bekommen die Klimawissenschaften ein neues Gebäude, für das der Genehmigungs-Vorbescheid bereits erteilt ist. Die vorbereitenden Maßnahmen für dieses Bauvorhaben beginnen noch in diesem Jahr. Teil drei der Neuordnung des MIN-Bereichs wird der komplette Umbau des Geomatikums sein. Die Neugestaltung des Campus der Geistes- und Sozialwissenschaften im Von-Melle-Park wird folgen. Die Belegungsplanung für diesen Bereich der Universität
steht schon kurz vor dem Abschluss. (ch)
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