P+R in Hamburg jetzt kostenpflichtig

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Das P+R-Symbol – hier zahlen Pendler demnächst Gebühren. Bald auch auf dem Platz am Sommerkamp in Ohlsdorf, auf dem zurzeit noch 252 Autos kostenlos parken

Ab 28. Juli zwei Euro täglich. Platz am Sommerkamp wird 2015 umgerüstet

Hamburg. Jeder Autofahrer kennt die blauen „P+R“-Schilder am Straßenrand. Noch sind die Parkplätze kostenlos, doch in wenigen Tagen
ist Schluss damit. Pendler
müssen ab dem 28. Juli für
einen Parkplatz in die Tasche greifen. Eine Tageskarte kostet dann 2 Euro, eine Monatskarte wird es für 20 Euro
und die Jahreskarte für 200 Euro geben. Laut Verkehrsbehörde sollen innerhalb der nächsten vier Jahre alle P+R-Standorte in Hamburg umgerüstet und damit kostenpflichtig werden. Die P+R-Betriebsgesellschaft, ein städtisches Unternehmen, plant, jeden Parkplatz mit Videokameras, Beleuchtung und einer Notrufsäule auszustatten.

Auch Fluggäste nutzen die Stellflächen

Der große Parkplatz am Sommerkamp in Ohlsdorf wird in den kommenden drei Jahren umgerüstet. Die Meinungen über die künftigen Gebühren gehen bei den Nutzern weit auseinander. Denn auf den 252 Stellplätzen stehen nicht nur Pendler. Unter Reisenden ist der Standort als inoffizieller Flughafen-Parkplatz beliebt. Sie und alle anderen Parker ohne HVV-Ticket (brauchen Autofahrer dann, um einen P+R-Parkplatz zu bekommen) müssen in Zukunft ihren Parkplatz in der Umgebung suchen.
In den kommenden Tagen müssen die Nutzer an den Stationen in Bergedorf, Harburg, Meiendorfer Weg, Nettelnburg, Neugraben, Neuwiedenthal, Rahlstedt, Steinfurther Allee, Veddel und Volksdorf für einen Parkplatz bezahlen,
bis Ende 2017 sollen alle Stationen umgerüstet sein. Durch
die Entgelte sollen bis zu 1,5 Millionen Euro in die Kassen fließen – bisher gab es ein Defizit von 500.000 Euro. Die Einnahmen aus den Gebühren sollen jedoch ausschließlich in den Erhalt der Standorte fließen.
Wünschenswert wäre für viele Fachleute aus den Nachbargemeinden ein Modell, dass die HVV-Grenzen berücksichtigt und vom Rand zum Zentrum die Gebühren staffelt. „Außen günstiger, innen teurer“, fasst Marion Köhler, Pressesprecherin der Metropolregion, die Diskussion zusammen. Bereits jetzt zahlen Pendler beispielsweise in Lüneburg, Stade und Reinfeld Entgelte.

700 neue Parkplätze bis 2017

Citynahe P+R-Anlagen fallen weg, da sie dem eigentlichen Ziel, möglichst außerhalb zu parken, widersprechen. Konkret betrifft das Stellplätze innerhalb vom Ring 2. Neun P+R-Anlagen mit insgesamt rund 425 Stellplätzen, unter anderem am Berliner Tor, werden geschlossen. Neue Anlagen mit 700 Plätzen sollen bis 2017 in Poppenbüttel, Ochsenzoll, Rissen und Harburg gebaut oder optimiert werden. Weitere Flächen sind bis 2021 in Bergedorf, Berne, Billwerder-Moorfleet, Hagenbecks Tierpark, Harburg, Nettelnburg, Rissen, Steinfurther Allee und Tonndorf geplant.
(ms/mt)
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