Parker behindern Feuerwehr

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Reinhard Behrens, Leiter der Dienstgruppe Operative Aufgaben: „Auch die mit dem Falschparken verbundenen Gefahren sind vielen Anwohnern durchaus bekannt, werden aber häufig bewusst ignoriert.“ Foto: Kuchenbecker

Polizeiaktion: 92 Verwarnungen mit Bußgeld / sechs Autos abgeschleppt

Winterhude. Mit der Aktion „Freie Fahrt für die Feuerwehr!“, geht die Polizei gegen Falschparker vor. In erster Linie will sie die Autofahrer sensibilisieren, doch manchmal hilft nur der Abschlepp-Haken. Allein bei der jüngsten Kontrolle wurden mehr als 90 Verwarnungen mit Bußgeld ausgesprochen und sechs Autos abgeschleppt. Die Aufklärungsaktion läuft noch bis Ende des Jahres.
Die Parksituation in Winterhude ist schlecht. Zu viele, meist große Autos auf zu kleinem Raum. Dass das eine oder andere Fahrzeug dann auch mal falsch abgestellt wird, ist klar. Doch die sich mittlerweile eingeschlichene Wild-West-Parkmentalität will die Polizei nicht länger hinnehmen. Gemeinsam mit den Feuerwehren Alsterdorf und Barmbek kontrolliert sie die Zufahrtswege der Straßen in unregelmäßigen Abständen. Dabei gehe es den Beamten allerdings in erster Linie um Aufklärung, so Reinhard Behrens, Leiter der Dienstgruppe Operative Aufgaben. Doch schwerwiegende Delikte werden geahndet.
Die aktuelle Wettersituation erschwert den Beamten derzeit die Kontrollen. Behrens: „Wegen des Schneefalls und der Straßenglätte haben wir darauf verzichtet, mit der Drehleiter der Feuerwehr durch die ganz kleinen Wohnstraßen zu fahren. Trotzdem mussten wir leider wieder feststellen, dass viele Fahrzeugführer ihre Fahrzeuge nicht ordnungsgemäß geparkt hatten und dadurch den Verkehr erheblich behinderten.“
So mussten beispielsweise in der Dorotheenstraße zwei Fahrzeuge abgeschleppt werden, weil diese quer vor den Baumschutzbügeln geparkt waren. Selbst PKW-Fahrer mussten besondere Fahrkünste an den Tag legen, um die Engstellen gefahrlos zu passieren.
Insgesamt wurden an einem Kontrollabend sechs Fahrzeuge abgeschleppt und 92 Verwarnungen mit Verwarngeld ausgesprochen.
Behrens: „In vielen Gesprächen mit den Anwohnern wurde deutlich, dass die Informationen durch die Hinweiszettel der Polizei und dem Bericht im WochenBlatt die Adressaten erreicht hatten. Auch die mit dem Falschparken verbundenen Gefahren sind vielen Anwohnern durchaus bekannt, werden aber häufig bewusst ignoriert.“
Bis Ende Dezember läuft die Aktion noch – mit Option auf Verlängerung. (nk)
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