Pendler müssen zahlen

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Park & Ride wird zukünftig kostenpflichtig

Pläne zu P+R-Anlagen im Bezirk Nord

Hamburg. Für die Nutzung der P+R Stellplätze wird die Stadt in Zukunft Gebühren erheben. Dies ist Teil des P+R-Entwicklungskonzeptes, das jetzt der Senat beschloss. Das neue Konzept sieht eine Umverteilung der Stellplätze aus dem Innenstadtbereich an den Stadtrand vor. Alle P+R-Anlagen innerhalb des Ring 2 werden geschlossen. Die Flächen werden der Stadt zu Verfügung gestellt, um zum Beispiel Platz für neue Wohnungen machen.
Tageskarte ab 2 Euro
In Barmbek werden die Park-and-Ride-Flächen am Barmbeker Bahnhof mit 101 Plätzen an der Drosselstraße und am U-Bahnhof Dehnhaide mit 81 Plätzen aufgelöst. Der Standort Friedrichsberg wird in das Konzept mitaufgenommen und saniert. Auch in Langenhorn bleiben die P+R-Stellplätze an der U1 bestehen und werden ausgebaut. Am Ochsenzoll werden mit dem Bau der „Wichert-Welt“ eine Parkhaus mit voraussichtlich über 300 P+R-Flächen entstehen.
Ab 1. Juli werden in einem ersten Schritt voraussichtlich 5000 Stellplätze in Hamburg kostenpflichtig. Bis dahin will die P+R-Betriebsgesellschaft, ein städtisches Unternehmen, die ersten Anlagen auf einen neuen Standard bringen. Eine Tageskarte wird ab Juli nächsten Jahre 2 Euro kosten, eine Monatskarte wird es für 20 Euro und die Jahreskarte für 200 Euro geben. Das neue Konzept der Park-and-Ride-Standorte sieht Flächen vor die videoüberwacht, beleuchtet und mit einer Notrufsäule ausgestattet sind. Davon sind 425 Parkplätze betroffen, die meisten am Berliner Tor, wo rund 120 Plätze für Pendler reserviert sind. Dafür sollen in Hamburgs Randbezirken neue Parkmöglichkeiten entstehen. Verkehrsstaatsrat Andreas Riekenhof: „P+R-Stellplätze in der Innenstadt machen keinen Sinn, da sie Pendler mit Auto anziehen und dem Gedanken von P+R entgegenlaufen.“ 330.000 Menschen pendeln meist zwischen ihrer Arbeitsstelle in Hamburg und ihrem Wohnort im Umland.
9100 Stellplätze die als P+R gekennzeichnet sind, stehen den Pendlern in Hamburg zu Verfügung. In den nächsten vier Jahren sollen durch den Umbau vorhandener Anlagen und den Neubau 700 Stellplätze hinzukommen. Langfristig plant die Betriebsgesellschaft mit bis zu 3700 neuen Parkplätzen in zwölf Jahren. Die Einnahmen aus den Gebühren sollen ausschließlich in den Erhalt der Anlagen fließen. Die Investitionen für die neuen Stellplätze übernimmt die Stadt. (mt)
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