Pfiffige Nachwuchsforscher aus Eppendorf

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Joseph Hida zersetzt Plastik umweltverträglich Foto: Hanke
Hamburg: Geschwister-Scholl-Straße 160 |

Gymnasiasten gewinnen Preise beim Hamburger Regionalwettbewerb

Von Christian Hanke
Eppendorf
Wie kann Plastik umweltverträglich aufgelöst werden? Warum sieht man nachts alles grau? Wie wird Haarfarbe vererbt? Gelangt das Aluminium der Kaffeekapseln in den Kaffee? Mit diesen Fragen haben sich Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Eppendorf in den letzten Wochen und Monaten intensiv beschäftigt – und Preise beim Regionalwettbewerb Hamburg-Eppendorf von „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ gewonnen, der kürzlich im Rothe-Geussenheimer-Haus des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) ausgetragen wurde.

Fünf Preise

Drei zweite und zwei dritte Preise konnten die fünf Projekte des Gymnasiums Eppendorf einheimsen. Randi Kleist (17), Victoria Hartmann (16) und Alexander Haselon (17) konnten nachweisen, dass Aluminium, möglicherweise mitverantwortlich für Brustkrebs und Alzheimer, von einigen Kaffeekapseln in den Kaffee gelangt. In einer Kupfer-II-Chlorid-Lösung machten die drei Schülerinnen und Schüler frei werdendes Aluminium sichtbar. „Alle Hersteller von Kaffeekapseln haben beteuert, dass die Kapseln beschichtet sind, und Aluminium nicht in den Kaffee gelangen kann“, erzählte Victoria Hartmann. Sie und ihrer Mitstreiter bewiesen das Gegenteil und belegten damit Platz zwei bei „Jugend forscht“, Bereich Chemie. Mit der umweltfreundlichen Auflösung von Plastik hat sich der 14-jährige Joseph Hida beschäftigt und dabei mit Teebaumöl, das zum Entfernen von Pickeln verwendet wird, aber auch mit Zitronensäure einige Ecken von Plastikteilen auflösen können. Der Lohn: Platz zwei bei „Schüler experimentieren“, Bereich Chemie.

Vererbung von Haarfarben

Ein zweiter Platz im Bereich Biologie bei „Schüler experimentieren“ war der Jury die Arbeit von Greta Andresen (12), Sveva Roma (12) und Eva Arndt (8) wert, die sich mit der Vererbung von Haarfarben beschäftigt hatten. Unter 35 untersuchten Fällen setzte sich Blond etwas häufiger durch als Dunkel und das Haar des Vaters häufiger als das der Mutter. Rotes Haar kam nur selten durch und ist ohnehin ein Genfehler, haben die drei Schülerinnen herausgefunden. Auf Platz drei in diesem Bereich landeten Marie Louisa Holtfreter (12) und Lotta Zoe Hüning (13) mit ihrer Arbeit über die Intensität des Augenlichts im Dunkeln. Rot und Grün wird am ehesten bei Dunkelheit gesehen, fanden die Schülerinnen heraus. Hellblau erblickt das Auge ganz schlecht. Platz drei auch für Alexander Haselon (17) und Paul Cornehl (17), die im Bereich Technik ein selbst fahrendes Auto im Modell entwickelten. Mit Sensoren, die Stopp vor dunklen Flächen signalisieren und Entfernungen messen können.
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