Pläne vorgestellt

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Rund 70 Gäste beteiligten sich an der öffentlichen Plandiskussion Foto: Haas

Abriss der Postpyramide und Neubau in der öffentlichen Diskussion

City Nord Dies sei der „Tag der Bürger“, hieß es bei der Vorstellung des Entwurfs „Winterhude 71“. Vor dem Beschluss des Bebauungsplans hatte der Stadtentwicklungsausschuss zunächst zur öffentlichen Plandiskussion eingeladen. Rund 70 Besucher kamen am vergangen Donnerstag in die City Nord.
Wie berichtet kommt wieder Bewegung in die „Bürostadt im Grünen“: Die marode Postpyramide soll nach einem zehn Jahre dauernden Verfall voraussichtlich im Jahr 2017 abgerissen werden. Auf den 28.000 Quadratmetern Grundfläche am Überseering, Ecke Sydneystraße wird dann ein gigantisches Neubauprojekt entstehen. Claus Jorga, Leiter der Bebauungsplanung im Bezirk Nord präsentierte drei in die engere Wahl gezogenen Architektenentwürfe und begründete den Vorrang des Konzeptes der Hamburger KNBK Architekten. Es sieht ein turmartiges Gebäude am Überseering vor, wegen seiner runden Form in der Draufsicht liebevoll „Donut“ genannt. Es soll Büros auf bis zu 14 Geschossen und einer Fläche von 18.000 Quadratmetern beherbergen. In zwei schlangenförmigen Gebäudekomplexen können zudem auf 48.000 Quadratmetern Wohnungen entstehen, darunter auch öffentlich geförderter Wohnraum.
Wer wird das bauen? Ein Joint Venture bestehend aus der Otto Wulff Bauunternehmung, Hamburg Team und der Berliner Christmann Gruppe hat die Pyramide gekauft. Zur Zeit wird ein vorhabenbezogenes Bebauungsplanverfahren durchgeführt, das Mitte 2017 zum Abschluss gebracht werden soll. Der Abriss des Gebäudes ist für Anfang 2017 geplant. Das Investitionsvolumen wird zirka 200 Millionen Euro betragen. (aktualisiert am 19. Januar 2016, Redaktion)
Einwände von Gästen, ob sich die Postpyramide nicht doch sanieren lasse, konnten Jorga und Fachamtsleiter Stadt- und Landschaftsplanung, Hans-Peter Boltres, entkräften. Weit entfernt von Energieeffizienz spreche eine „veraltete Haustechnik aus den 1970er Jahren“ dagegen. Schon seit Jahren gewährleiste sie keinen Brandschutz und könne nicht nachgerüstet werden. Hinzu kämen korrodierende Träger an den Fluchttreppen und die Asbestbelastung. Deswegen wurde für die Postpyramide – als einzigem Gebäude im Bezirk Nord – eine „Nutzungsuntersagung“ erteilt. Die Sanierung wäre „unwirtschaftlich“, somit gänzlich unattraktiv für potenzielle Investoren.
Uwe Mohrmann zeigte sich erfreut über die positive Grundstimmung zum neuen Gebäudeentwurf. „Er berücksichtigt auch die Belange des Denkmalschutzes, kombiniert Wohnungsbau mit gewerblicher Nutzung und wird unseren Standort enorm bereichern“, sagte der Vorsitzende der Grundeigentümer-Interessengemeinschaft City Nord. Auch Sprecherin Sylvia Soggia freundete sich schnell mit dem Entwurf an: Die Schlangenform der beiden Wohngebäude erinnere an die vierflügelige Postpyramide, setze anstelle dieses Sinnbildes veralteter Betonkultur aber durchaus neue Akzente. (wh)
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Marco Alexander Hosemann aus Winterhude | 19.01.2016 | 19:41  
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