Polizei kritisiert Pläne

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Wieder steht die verkehrspolitische Zukunft des Wiesendamms zwischen Goldbekufer und Saarlandstraße zur Debatte. Tempolimit, Fahrradstreifen und die Parkplätze stehen zur Diskussion Foto: ch

Wiesendamm: Bezirk plant Umgestaltung. Behörde zieht mit – Ordnungshüter nicht

Von Christian Hanke
Winterhude
Was wird aus dem von der Bezirksversammlung (BV) Hamburg-Nord beschlossenen Umbau des Wiesendamms zwischen Goldbekufer und Saarlandstraße? Kürzlich war ein angebliches Schreiben der Straßenverkehrsbehörde bekannt geworden, in dem die Behörde ankündigte, den Beschluss der BV nicht hinnehmen zu wollen. Begründung: Quartiersbelange würden wegen des Wegfalls von Parkplätzen nicht ausreichend berücksichtigt. Ebenso sei die Verkehrssicherheit wegen des geplanten Radfahrstreifens auf der Fahrbahn fraglich.
Nun hat die Behörde diesen Aussagen widersprochen. „Wir haben keinen Dissenz mit dem Bezirk. Auch wir empfehlen den Radverkehr in Form eines Schutzstreifens auf die Straße zu verlegen“, sagte dazu Behördensprecherin Susanne Meinecke. Kritik an den Beschlüssen der Bezirksversammlung kommt offenbar nur von der Polizei. „Der Wegfall von Parkplätzen hat Auswirkungen auf die Lage am Wiesendamm. Wir bevorzugen eine Geschwindigkeitsreduzierung und Mischverkehr auf der Fahrbahn“, erklärt Ulrich Frost, Revierführer des zuständigen Polizeikommissariats 33, der betont, dass die Polizei eine einvernehmliche Lösung mit dem Bezirk herbeiführen möchte.
Die CDU und die Initaitive ‚Unser Winterhude‘ hatten in den bezirklichen Diskussionen ähnliche Vorschläge gemacht, die aber nicht beschlossen wurden.
Thomas Domres, der Vorsitzende der SPD-Bezirksfraktion in Hamburg-Nord, zeigt sich angesichts der Kritik an der nach vielen Sitzungen und öffentlichen Anhörungen herbeigeführten Entscheidung der Bezirksversammlung „erstaunt“ über das besagte Schreiben, dessen Briefkopf, so Domres, auf die Urheberschaft der Polizei hindeutet. Domres glaubt auch zu wissen, warum das Polizeikommissariat 33 den Wegfall von Parkplätzen nicht hinnehmen möchte: „Die Mitarbeiter des PK 33 parken ja selbst im Wiesendamm.“
Die bezirklichen Gremien werden sich nach der Sommerpause mit der Kritik der Polizei an der Umbauplanung Wiesendamm befassen. Thomas Domres kündigt an: „Wir werden das Votum in der Abwägung berücksichtigen.“
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1 Kommentar
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Michael Kahnt aus Barmbek | 19.08.2015 | 13:23  
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