Preis für Winterhuder Projekt

Anzeige
Das Projekt „All Inclusive“ wurde ausgezeichnet (v.l.): Petra Oelker (Vorstand Goldbekhaus), Jan Knackstedt (Projektleiter) und Mona Dahmen vom Goldbekhaus zeigen sich bei der Preisübergabe entsprechend stolz Foto: Kirsten Haarmann
 
Jan Knackstedt (2.v.l.) zusammen mit Brigit Schäfer (v.l., Vorsitzende des Vorstands der BürgerStiftung), Barbara Buchsteiner (Jury) und Claud Heinemann, Stiftungsrat, Jurymitglied und Preisgeldstifter Foto: Kirsten Haarmann

BürgerStiftung zeichnet „All Inclusive“ vom Goldbekhaus und Hamburger Mentorenprojekt aus

Winterhude Bereits zum elften Mal würdigte die BürgerStiftung Hamburg Initiativen aus der Hansestadt, die den Leitsatz der Stiftung „Menschen verbinden – Zukunft stiften“ im Alltag wirkungsvoll umsetzen und das Miteinander in der Hansestadt fördern. Am 20. April fand die feierliche Übergabe des „Preises der BürgerStiftung Hamburg 2017“ im KörberForum statt. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro wurde in diesem Jahr auf zwei ausgezeichnete Projekte aufgeteilt. Jeweils 5.000 Euro gingen an „All Inclusive“ des Goldbekhauses sowie an „Zeit für Zukunft“ des Vereins Mentoren für Kinder. Das Inklusionsprojekt „All Inclusive“ richtet sich an Menschen, deren gesellschaftliche Partizipation erschwert ist: durch motorische oder kognitive Einschränkungen, soziale Benachteiligung oder Flucht. Durch Angebote in den Bereichen Tanz und Theater, Film, Fotografie, soziale Medien oder Sport möchte das Projekt allen eine gleichberechtigte Teilhabe an künstlerischer und medialer Bildung ermöglichen.

Sinnvolle Patenschaften

Das ehrenamtliche Mentorenprogramm „Zeit für Zukunft“ (Sitz des Vereins ist in Eppendorf) vermittelt Patenschaften für Hamburger Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 16 Jahren, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden – z.B. durch Arbeitslosigkeit der Eltern, Krankheit oder Verlust eines Elternteils. Diesen Kindern stellt das Projekt eine Bezugsperson außerhalb von Elternhaus und Schule zur Seite. Als Vorsitzende des Vorstands der BürgerStiftung Hamburg begrüßte Birgit Schäfer die geladenen Gäste und dankte Claus Heinemann, dem Inhaber des traditionsreichen Hamburger Handelsunternehmens Gebrüder Heinemann, für die Spende des Preisgeldes. Ein Grußwort des Senats übermittelte Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration der Freien und Hansestadt Hamburg. Die Auszeichnung übergab als Mitglied der Jury die im vorigen Jahr aus dem Vorstand der Stiftung ausgeschiedene Barbara Buchsteiner. Dem Projekt „All Inclusive“ sei es „gelungen, im Quartier ein verlässliches Netzwerk mit anderen Projekten und Einrichtungen zu knüpfen, gelebte Inklusion zum Wohle aller Beteiligten zu schaffen“, so begründete Barbara Buchsteiner die Entscheidung der Jury. Junge Menschen mit Handicap oder einer Fluchterfahrung erführen hierbei Unterstützung, Förderung und soziale Einbindung in ihrem Quartier, es fände Begegnung auf Augenhöhe statt. Der Grundgedanke des zweiten ausgezeichneten Projekts, „Zeit für Zukunft“, liegt nahe an den Grundpfeilern des Förderprofils der BürgerStiftung Hamburg: „Eine hohe Nachhaltigkeit zeichnet dieses Projekt aus. Die erwachsenen Mentoren begleiten die Kinder über ihre Entwicklungsphasen vom Grundschulalter bis zum Übergang in die Berufsfindung und werden damit zu einer verlässlichen Bezugs- und Beratungsperson“, so Barbara Buchsteiner im Namen der Jury. Das Projekt überzeugte durch seine hohe pädagogische und soziale Professionalität und hätte darüber hinaus die Jury ebenso beeindruckt, weil es komplett ehrenamtlich durchgeführt würde.

Die BürgerStiftung

Der Preis der BürgerStiftung Hamburg „Menschen verbinden – Zukunft stiften“ zeichnet alle zwei Jahre herausragende Hamburger Initiativen und Projekte aus, die Gegensätze überwinden sowie Perspektiven und Formen gemeinsamen gesellschaftlichen Lebens entwickeln – zwischen Jung und Alt, wirtschaftlich Starken und Schwachen, zwischen Menschen mit und ohne Handicap, zwischen unterschiedlichen Milieus, Glaubensrichtungen und Kulturen. Die BürgerStiftung g wurde im Jahr 1999 als wirtschaftlich und politisch unabhängige Gemeinschaftsstiftung von Hamburgern für ihre Stadt gegründet. Sie lebt von der Idee des bürgerschaftlichen Engagements und will zur Mitwirkung an gesellschaftlichen Aufgaben anstiften – durch finanzielle Zuwendungen und ehrenamtliches Engagement. Zurzeit konzentriert die BürgerStiftung Hamburg ihre Arbeit auf Kinder und Jugendliche sowie junge Familien aus sozial benachteiligtem Umfeld und fördert zudem den generationenübergreifenden Dialog. Sie bietet ein Dach für Treuhandstiftungen, Zustiftungen und Themenfonds und wirbt für ihre Arbeit Spenden ein. (ba/wb)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige