Preystraße: Richtung umdrehen

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Die Preystraße. Ihre Einbahnrichtung soll umgedreht werden Foto: Hanke
 
Die neue Bushaltestelle am Mühlenkamp entspricht laut Gutachten nicht der geforderten Norm. Einige Gehwegplatten haben sich bereits abgesenkt Foto: ba

Straßenumbau: Anwohner der Preystraße fordern Einbahnstraße zum Mühlenkamp. Ärzte am Mühlenkamp fordern Garantie, dass Krankentransporte parken dürfen

Winterhude Die Einbahnrichtung in der Preystraße wird voraussichtlich umgedreht, wenn der Linksabbieger aus dem Mühlenkamp in die Gertigstraße, wie derzeit vorgesehen, entfällt. Für die neue Einbahnrichtung in der Preystraße, von der Schinkelstraße zum Mühlenkamp, setzen sich die Mitglieder des Regionalauschusses Eppendorf /Winterhude nach einer Begehung der kleinen Straße mit Anwohnern ein.
Die Mehrheit der rund 15 bis 20 Anwohner, die gemeinsam mit Kommunalpolitikern von SPD und Grünen sowie Vertretern des Bezirksamtes Hamburg-Nord und des Landesbetriebes Straßen, Brücken, Gewässer und Bernd Kroll, dem Vorsitzenden der Initiative „Unser Mühlenkamp“, die Preystraße begutachteten, sprach sich für eine Umdrehung der Einbahnstraße aus. Bernd Kroll und einige Anwohner kritisierten die Verteilung der Einladungen für die Begehung: sie seien nicht in die Briefkästen geworfen, sondern in den Fluren ausgehängt worden, so dass die Rückseiten mit dem Termin nicht immer zu sehen gewesen wären.
Deshalb, so Kroll, hätten nur wenige Anwohner an der Begehung teilgenommen. Kroll hält die Aufgabe des Linksabbiegers vom Mühlenkamp in die Gertigstraße außerdem noch nicht für sicher. Er verspricht sich von einem neuen Senat unter Beteiligung der Grünen noch Veränderungen für die Maßnahmen am Mühlenkamp im Rahmen der Busbeschleunigung. Die Grünen fordert der Vorsitzende von „Unser Mühlenkamp“ sowie Sprecher der Volksinitiative „Stopp der Busbeschleunigung“ auf, wie im Wahlkampf versprochen „zusammen mit den anderen Fraktionen“ einen sofortigen Baustopp am Mühlenkamp zu beschließen.

Bus-Station mit Fehlern


Die Initiative „Unser Mühlenkamp“ hatte zudem einen unabhängigen Gutachter beauftragt, die schon neu umgebaute Bushaltestelle am Mühlenkamp zu prüfen. Mit dem Ergebnis einiger Mängel, deutlich ersichtlich etwa die abgesenkten Bordsteinplatten, auf denen sich jetzt bei Regen große Pfützen bilden und die potenzielle Stolperfallen sind. Hierfür fordern Kroll & Co. eine schnelle Korrektur durch den LSBG.

Anlieger haben noch viel Klärungsbedarf


Und noch etwas habe großen Klärungsbedarf, betont Bettina Hagen – die sich zeitgleich sehr über schnelle die Fällung des Baumes am Mühlenkamp empörte – von der Initiative: Bei einer Begehung mit Mitgliedern der SPD-Bürgerschafts-Fraktion am 12. Februar (das Wochenblatt berichtete) habe ein SPD-Bezirkspolitiker behauptet „Krankenwagen seien Falschparker“. Weil die zwangsläufig häufig in zweiter Reihe parken müssen. Diese Aussage rief mittlerweile auch am Mühlenkamp ansässige Ärzte auf den Plan – zum Beispiel Hans-Albrecht von Waldenfels, in dessen gynäkologischer Praxis jährlich zirka 1.500 ambulante Operationen anfallen. Ganz häufig müssen Patientinnen mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. In einem Brief an den SPD-Fraktionsvorsitzenden in der Bürgerschaft, Andreas Dressel, sieht von Waldenfels seine Zukunft gefährdet. Außerdem will der Gynäkologe die Ärztekammer einschalten, sollten die Krankentransporter tatsächlich nicht mehr vor den Praxen parken dürfen. Eine Antwort der SPD lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor. (ch/ba)
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