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Die Erstaufnahme Feuerbergstraße 43 ist seit Monaten mit minderjährigen Flüchtlingen überfüllt Foto: Barth

Weniger „MuFl“ in der Feuerbergstraße. Anwohner skeptisch

Alsterdorf/Ohlsdorf Die völlig überbelegte Erstaufnahme Feuerbergstraße beim Kinder- und Jugendnotdienst (KJND) soll langfristig von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen (MuFl) „total entlastet werden“, bestätigt Sozialbehördensprecher Marcel Schweitzer gegenüber dem Wochenblatt. Geplant ist unter anderem ab Ende Februar eine zusätzliche Einrichtung am Bullerdeich in Hammerbrook auf einem ehemaligen Gelände der Stadtreinigung.
Seit Wochen sind kriminell auffällige MuFl‘s aus der Erstaufnahme Feuerbergstraße in den Negativ-Schalgzeilen, auch das Wochenblatt berichtete. Eine Gruppe nordafrikanischer Straßenkinder – laut Marcel Schweitzer etwa 20 Intensivtäter – hält mit Straftaten Polizei, Bürger und Betreuer, die sogar mit Messer angegriffen worden sind, in Atem. Diese Gruppe soll als erste an den Bullerdeich gebracht werden.

Nur Wahlversprechen?


Nachdem sich im Dezember 2014 eine Bürgerinitiative aus Anwohnern gründete, die sich um die Sicherheit ihrer Kinder sorgen, gab es am vergangenen Mittwoch nun ein „eiligst arrangiertes, nicht öffentliches Treffen mit dem Sozialsenator, Bezirksamtsleiter, Polizei, Vertretern der Geschäftsleute und der Stiftung Alsterdorf“, berichtet ein Vertreter der Bürgerinitiative Feuerbergstraße, der eingeladen war. Er vermute, die negative Presse und vor allem die bevorstehende Wahl stecke dahinter. Immerhin scheine sich tatsächlich die Anwesenheit von Polizeibeamten und Security-Mitarbeitern seit dem Treffen erhöht zu haben, hat er festgestellt, bleibt aber trotzdem skeptisch: „Mal sehen ,wie lange das so bleibt. Nur bis zum Wahltag? Oder darüber hinaus?“ In jedem Falle sei es erschreckend gewesen, wie offen Polizei und KJND-Mitarbeiter ihren Kontrollverlust gegenüber manchen MuFl‘s zugaben.
„Viele der Nordafrikaner sind drogensüchtig“, weiß Behördensprecher Marcel Schweitzer. Sie gehörten zu einer kriminellen Bande von aggressiv agierenden Straßenkindern, die keinerlei soziale Bindungen - also quasi nichts zu verlieren - hätten.
Am Wochenende gab es dann noch einen Blitzbesuch von Sozialsenator Detlef Scheele mit Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (beide SPD) in der Feuerbergstraße. Hintergrund: Hamburg hat jetzt eine Gesetzesinitiative auf den Weg gebracht, um minderjährige unbegleitete Flüchtlinge zukünftig gerechter auf alle Bundesländer zu verteilen. Im vorigen Jahr kamen rund 1.300 minderjährige Flüchtlinge in die Hansestadt. Zu viele, wie Sozialsenator Scheele jetzt augenscheinlich erkannt hat. (ba)
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