Promis beim Neujahrspunsch in Hamburg

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Der eine geht, die andere kommt: Michael Lang, Intendant der Komödie Winterhuder Fährhaus, und seine designierte Nachfolgerin Britta Duah Foto: Hanke

Schauspieler, Politiker und Medienleute feierten im Winterhuder Fährhaus

Winterhude Neujahrspunsch im Winterhuder Fährhaus: und wieder strömten die geladenen Gäste aus Kultur, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in das beliebte Boulevard-Theater. Begrüßt zum ersten Mal nicht nur von Intendant Michael Lang, sondern auch von seiner Nachfolgerin Britta Duah, die ab Sommer die Leitung des Hauses übernehmen wird (das Wochenblatt berichtete). Die „Neue“, die schon seit vielen Jahren in der Komödie arbeitet, hielt auch schon ihre erste Neujahrspunsch-Ansprache, erläuterte, warum in diesem Theater die Gleichung „1 + 1 = 3“ glatt aufgehe. Denn hier arbeite ein so gutes Team, dass zur reinen Addition der Mitarbeiter noch der Faktor Teamspirit hinzukomme. Britta Duah zählte alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf, die dafür sorgen, dass das nicht subventionierte private Theater tagtäglich spielt – ohne Sommerpause und in der Vorweihnachtszeit zwei- oder dreimal täglich. Das war nicht die einzige Überraschung im gewohnten Ablauf des Neujahrspunsches. Gleich zu Beginn des Programms meldete sich Eberhard Möbius wieder zu Wort, dessen satirischer Jahresrückblick jahrelang zum festen, mit Spannung erwarteten Ritual des Empfangs gehörte. Er musste sich doch noch über die „Elbphilmonotonie“ auslassen, argwöhnte, dass „Mutti Merkel“, die zur Einweihung kommt, ein großes Aquarium draus machen wird, wie in ihrem Wahlkreis Stralsund, „wenn‘s mit der Musik nichts wird.“ Auch Nachfolger Gerd Spiekermann spöttelte über die Elbphilharmonie, von der nun alle schwärmen. „Wo sind all die Spötter und Maulhelden, die jahrelang über die Elbphilharmonie gelästert haben“, fragt sich der verblüffte Spiekermann, der plötzlich ganz komisch angesehen wird, weil er noch keine Karten für eine Vorstellung in dem neuen Konzerthaus hat. Die peinlichste Hamburgerin 2016 ist für ihn übrigens die in Hamburg geborene Angela Merkel, weil sie im Streitfall Böhmermann-Erdogan aus politischen Gründen nachgegeben hat. Spiekermanns bitteres Fazit: „Freiheitswerte sind wieder verhandelbar.“ Michael Lang zog anschließend ein Fazit der Neujahrsempfänge seit 1998, als er zum ersten Mal die Ansprache hielt. Viele Jahre ein Höhepunkt dabei „wie Helmut und Loki Schmidt sich vor Lachen bogen und an den Kippen zogen“. Unter den prominenten Gästen wurden gesehen: die Schauspielerinnen Claudia Rieschel, Katharina Abt, Angela Roy und Anja Topf, ihre Kollegen Christian Quadflieg, Konstantin Graudus, Dietrich Mattausch, Ulrich Pleitgen und Marek Erhardt, Kabarettist Hans Scheibner, Polizeipräsident Ralf Martin Meyer, der Präsident des Rechnungshofes Stefan Schulz, Tagesschausprecherin a.D. Dagmar Berghoff, die Senatorinnen a.d. Christa Goetsch und Elisabeth Kiausch, Bürgerschaftsvizepräsident Dietrich Wersich, Konzertveranstalter Hans-Werner Funke und Abendblatt-Chefredakteur Lars Haider. (ch)

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