Proteste stoppten Stadtbahn für Hamburg

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So wollten es Grüne und CDU: eine Stadtbahn am Winterhuder Marktplatz Foto: Hamburger Hochbahn

Seit 40 Jahren berichtet das Wochenblatt aus dem Stadtteil. Die wichtigsten Themen im Rückblick

Hamburg Seit 40 Jahren berichtet das Wochenblatt über Themen aus dem Stadtteil. In loser Folge bis zum Jahresende erinnern wir an wichtige Ereignisse. Großer Aufruhr um eine neues/altes Verkehrsmittel: nach den ersten Veröffentlichungen von Planungen für eine Stadtbahn 2008, eine neue Straßenbahn, erhob sich massiver Protest in Winterhude gegen dieses Verkehrsmittel. Die erste Linie der neuen Stadtbahn sollte vom Bramfelder Dorfplatz über Steilshoop und die City Nord durch Winterhude, Eppendorf und Eimsbüttel nach Altona fahren. Der erste Abschnitt dieser Strecke von Bramfeld nach Winterhude wurde bereits sehr konkret vorgestellt. Es gab zwar zwei Varianten, aber die Hochbahn bevorzugte die Trasse von der City Nord durch die Ohlsdorfer Straße, um den Winterhuder Marktplatz zu erreichen. Die Geschäftssleute und auch Anwohner aus der Ohlsdorfer Straße liefen Sturm gegen diese Planung, da diese schmale Straße während der Bauarbeiten komplett gesperrt werden müsste. Die Ladenbesitzer sahen sich in ihrer Existenz bedroht. Viele Winterhuder befürchteten ein Verkehrschaos in der Ohlsdorfer Straße, da Gleise hier den gesamten Straßenraum ausfüllen würden. Grüne und CDU, die die erste schwarz-grüne Koalition bildeten, verteidigten das Projekt mit großem Werbeaufwand. Doch der Widerstand wuchs, weitete sich in Eppendorf aus, da die Planung auch hier Stadtbahntrassen durch schmale Straßen im Zentrum des Stadtteils vorsah. Bürgerinitiativen gegen die Stadtbahn bildeten sich. Es wurden rechtliche Schritte gegen das Projekt erwogen. Als die SPD 2011 mit absoluter Mehrheit ins Rathaus einzog, stoppte der neue Bürgermeister Olaf Scholz das Stadtbahn-Projekt und setzte auf Busbeschleunigung und auf U-Bahnbau. (ch)
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