Prunkfassade in Hamburg-Hoheluft verkommt

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Ines de Llosent (r.), Isolde Künzel und Larissa Moskvychova (l.) ärgern sich über die Spuren des Verfalls Foto: Hanke
Hamburg: Löwenstraße |

Das Stift in der Löwenstraße braucht dringen einen neuen Anstrich

Von Christian Hanke
Hoheluft
Schön sieht sie nicht aus, die Fassade des Martin und Clara Heimann Stifts an der Löwenstraße. Zwar hat der Zahn der Zeit dem prächtigen roten Backstein bester Qualität nichts anhaben können, doch der Stein rund um Fenster und Türen ist so schmutzig, dass Malerin Ines de Llosent, die seit 30 Jahren hier wohnt, die Fassade nur noch als „Schandfleck“ bezeichnen kann. Passanten wundern sich ebenfalls über die schlecht gepflegte Vorderfront, wie Ines de Llosent beobachtet hat. „Hier wurde nichts getan, solange ich hier wohne“, erzählt die engagierte Künstlerin, die in den letzten Jahren beharrlich die Interessen der meist älteren Bewohner des Wohnstifts vertreten hat. Nun lässt sie nicht locker, um Verantwortliche für einen neuen Anstrich der Fassade zu finden. Derzeit nicht einfach, denn das Martin und Clara Heimann Stift wechselt gerade den Eigentümer. Die Stiftsverwaltung gibt ihren Besitz an den neuen Grundstückseigentümer ab, der im Innenbereich das Projekt Leos Eppendorf, drei neue Wohnhäuser, verwirklicht.

Rückfront in Hellgelb

Wie schön die Fassade des alten Stiftsgebäudes aussehen kann, zeigen die Rückfront und die Nordseite. Hier wurden die vom Backstein abgesetzten Bereiche rund um Fenster und Türen vor zehn beziehungsweise 20 Jahren im „gedämpften Hellgelb“, so Malerin Ines de Llosent, gestrichen. Ausgerechnet die Vorderfront wurde damals ausgelassen. Das muss sich schleunigst ändern. Da sind sich die Bewohnerinnen und Bewohner einig.

Keller riecht muffig

Saniert werden müsste auch der Keller des Gebäudes. Da riecht es muffig. Kürzlich wurde er überschwemmt. „Der Keller ist eine Katastrophe“, findet Bewohnerin Farideh Motaghizadeh, die dort schon in Atemnot gekommen ist. Für den neuen Eigentümer gibt es hier einiges zu tun.
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