Radler brauchen Geduld

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An der Kellinghusenstraße gibt es viel zu wenig Stellplätze für Fahrräder Fotos: mdt
Hamburg: U-Bahn Kellinghusenstraße |

Die U-Bahn-Station Kellinghusenstraße versinkt in Fahrrädern. Stadt investiert Millionen

Die Zahl der Fahrradfahrer in Hamburg steigt kontinuierlich an. Laut Verkehrsbehörde stiegen im vergangenen Jahr zwei Prozent mehr Hamburger aufs Rad als im Vorjahr, im Vergleich zu 2011 sind es sogar 55 Prozent. Doch die Stadt hinkt in Sachen Fahrradfreundlichkeit diesem Trend noch hinterher, wie das Beispiel Kellinghusenstraße zeigt.

Fahrräder soweit das Auge reicht. An der U-Bahnstation Kellinghusen Straße nutzen Fahrradfahrer, die in die U-Bahn umsteigen jeden Pfosten, jedes Schild, sogar um kleine Bäumchen und Sträucher werden die Räder gekettet. Schon 2014 klagten Fahrradfahrer, dass die offiziellen Stellplätze an der Station bei Weitem nicht ausreichen. Die letzte Zählung aus 2012 zeichnete ein noch düsteres Bild für Fahrradfahrer. 252 Wildparker gegenüber 224 Fahrradbügel, weist die Statistik aus. Die Politik versprach Abhilfe, es passierte aber erstmal lange nichts.

Im vergangenen Jahr dann die gute Nachricht: An der Kellinghusenstraßen wird die Zahl der Fahrradstellplätze nicht nur auf 800 Plätze vervierfacht, die P+R-Betriebsgesellschhaft plant an dem Knotenpunkt auch Hamburgs erste Fahrradtiefgarage. Auf dem unterirdischen Parkplatz können bis zu 250 Räder abgestellt werden. Der Service ist für die meisten Nutzer kostenlos. Nur wer sein Rad in einem verschließbaren Raum unterbringen möchte, muss acht Euro im Monat zahlen. Ein weiteres Parkhaus auf zwei Ebenen wird am Loogeplatz gebaut. Dort können künftig rund 300 Fahrräder abgestellt werden. Baubeginn für beide Anlagen ist laut Behörde 2018. Die neuen Parkplätze sollen insgesamt rund 1,65 Millionen Euro kosten. (mdt)
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