Reklame mit „Radau!“ in Hamburg

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Arne Gedik von der Kinderrockband „Radau!“, wirbt mit dem Song „Kann ich schon!“ in der Kita in der Neustadt für das sogenannte Brückenjahr Foto: mdt

Kitas starten Kampagne für das sogenannte Brückenjahr statt (Vor)schule

Hamburg. In Hamburg haben Eltern fünfjähriger Kinder die Wahl. Sie können ihre Kinder für ein Jahr in die Vorschulklasse einer Grundschule schicken oder sie in dieser Zeit noch in der Kita betreuen lassen. Im Ringen um die Vorschulkinder schlagen die Kitas nun lautere Töne an, mit einer neuen Kampagne und der Kinderrockband „Radau“. Mit dem Song „Kann ich schon!“ werben die vier Musiker und die Hamburger Kitas für das sogenannte Brückenjahr.

„Schleifen binden, Freunde finden, Witz erzählen, Nummer wählen kann ich schon, kann ich schon“, singt „Radau“ mit den Kitakindern bei einem kleinen Konzert in der Kita Markusstraße. „Wir machen Musik für Kinder, die auch den Eltern gefällt“, sagt Arne Gedik, Frontsänger der Rockband. Der Song kann kostenlos auf www.paritaet-hamburg.de/rat-tat/kita-brueckenjahr.html heruntergeladen werden.

„Modelle gleichwertig“

Gute Gründe gibt es für beide Systeme. Während die Kitas damit werben, dass Kinder bei ihnen in dem letzten Jahr vor der Einschulung besonders wichtige Erfahrungen sammeln, sprechen die Grundschulen von einer anschließend deutlich kürzeren Eingewöhnungsphase in der ersten Klasse. „Für die Stadt sind beide Modelle gleichwertig“, sagt Peter Albrecht, Pressesprecher der Schulbehörde. Die Grundschulen wollen die Kinder schon so früh wie möglich an sich binden. Denn Kinder, die in einer Grundschule die Vorschule besucht haben, bleiben meist an der Schule. Im Werben um ausreichende Belegung haben Schulen ohne Vorschulklassen in Hamburg oft schlechtere Karten. Dagegen fürchten besonders kleine Kita-Betreiber ohne die Vorschulkinder oft um ihre Existenz. Das letzte Kita-Jahr beziehungsweise der Besuch der Vorschule wird von der Stadt gefördert und ist für Eltern seit September 2009 beitragsfrei.

Laut Albrecht besuchten in diesem Jahr 8.100 Kinder die Vorschule an den Grundschulen, ungefähr genauso viele Kinder blieben in den Kitas. Ein Jahr zuvor hatten die Kindertagesstätten die Nase vorn. Damals besuchten rund 600 Kinder weniger die Vorschule. Grund für die Schwankung war eine Werbe-Kampagne der Kitas, ähnlich wie in diesem Jahr. (mdt)

Mehr Infos unter: hamburg.de/vorschule oder paritaet-hamburg.de/rat-tat/kita-brueckenjahr.html
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