Richtfest an neuer Umwelt-Kate

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Bezirksamtsleiter Harald Rösler (l.) und Dr. Manfred Körner (BUND) Foto: Haas

Wiederaufbau nach Brand 2014 läuft. „Haus der BUNDten Natur“ soll 2016 öffnen

Eppendorf Wo Feuer ein Haus zerstörte, entsteht Neues: Im kommenden Jahr soll das „Haus der BUNDten Natur“ wieder Kinder- und Jugendgruppen zur Verfügung stehen. Vergangene Woche wurde Richtfest gefeiert. Wegen eines technischen Defekts war das Häuschen am Loehrsweg 13 im September 2014 bis auf die Grundmauern abgebrannt (das Wochenblatt berichtete). Nach vielen Fragen hatten sich über 1.000 Befürworter in einer Unterschriftenliste für den Wiederaufbau ausgesprochen. Dessen Finanzierung ließ sich danach endlich stemmen: mit Mitteln aus der Feuerkasse, einem Zuschuss des Bezirks und aus zahlreichen Spenden.
Während des Richtfestes inspizierte die pädagogische Leiterin, Katrin Mehrer vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), mit ihrem Team den Rohbau der kleinen Kate im Kellinghusenpark. Mit einem kleinen Seufzer schaute Mehrer auf den verwahrlosten Garten. „Hier müssen wir bald richtig Hand anlegen“, so die pädagogische Leiterin. Dieser Fakt trübte die Freude beim Richtfest jedoch kaum.

Jugendarbeit nimmt große Rolle ein


Bezirksamtsleiter Harald Rösler dankte in seinem Grußwort zum Richtfest allen Beteiligten, die sich für den Wiederaufbau engagierten. Seit 1996 dient das Häuschen der BUNDjugend als Quartier. Schon einmal, vor 18 Jahren, hatte ein Brandstifter der alten Kate den Garaus gemacht. Dr. Manfred Körner, der zweite Vorsitzende des BUND Hamburg, dankte dem Bezirksamtschef ebenso wie der Marie-Beschütz-Schule und der Berufsschule H13, die für die Kinder- und Jugendgruppen ein „Notprogramm“ ermöglichten, indem sie Ausweichquartiere zur Verfügung stellen. Körner betonte die zunehmende Bedeutung der Jugendarbeit: „Wenn man bedenkt, wie Smartphones die Wahrnehmung von Kindern heute einschränkt, werden reale Erlebnisse in der Natur um so wichtiger. Das leistet dieses Haus.“ Dr. Manfred Körner dankte im Anschluss an seine Ansprache auch Katrin Mehrer für ihr Engagement mit einem schönen Strauß von Sonnenblumen.
Die Hauptakteure des Richtfestes erschienen in traditioneller Zimmermannskluft. Meister Martin Kottmeier und seine Crew bestiegen den Dachfirst. Die Maurer und Zimmerleute hätten „nicht Müh noch Fleiß gespart“. Aus einer öden Brandruine sei jetzt „aus altem Holz das Fachwerk neu gerichtet“, betonte Kottmeier feierlich in seinem Richtspruch, bevor er sein Glas mit guten Wünschen für die Bauherren und künftigen Nutzer der Umwelt-Kate erhob und es unter großem Applaus am Bau zerschmetterte. (wh)
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