Roger Cicero liebt das Wasser in Hamburg

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Roger Cicero machte fürs Wochenblatt an seinem Winterhuder Lieblingsplatz auf der Hofwegbrücke ein „Selfie“ Foto: Cicero/wb

Was den Sänger nach Winterhude verschlug – und wo man ihn treffen kann

Hamburg. „Entrümpel all diese Räume, ich brauch neue Träume, muss weg von der Schiene aus blinder Routine“. Ein prominenter Einwohner Winterhudes, Roger Cicero, hat sich zurückgemeldet. Sein neues Album „Was immer auch kommt“ ist nach Erscheinen Anfang April gleich auf Platz 4 der deutschen Charts geschossen. „Ich bin überrascht, es läuft sehr gut“, freut sich der 43-jährige Musiker, der ganz neue und sehr persönliche Töne in den 13 Titeln anschlägt. Reflexionen aus der Lebensmitte und die Trennung von seiner Freundin und Mutter des gemeinsamen Sohnes Louis (5) sind in vielen Liedern gegenwärtig.

„Ich bin schon immer ein großer Verehrer von Rio Reiser. Und in Straße bringt er die Gefühls- und Gedankenwelt nach einer Trennung dermaßen auf den Punkt, dass es mich immer wieder schüttelt.“ Roger Cicero

So auch in dem Titel „Straße“, einer jazzigen Version des Rio-Reiser-Songs. „Ich bin schon immer ein großer Verehrer von Rio Reiser. Und in Straße bringt er die Gefühls- und Gedankenwelt nach einer Trennung dermaßen auf den Punkt, dass es mich immer wieder schüttelt“, sagt der Sänger über den einzigen Titel des Albums, der nicht aus seiner eigenen Feder stammt. Die Straße, die in Ciceros Alltag eine zentrale Rolle spielt, ist der Mühlenkamp: „Das ist für mich Dreh- und Angelpunkt. Eine schöne, überschaubare Ecke, die trotz des Verkehrs etwas Dörfliches hat.“ Seit sieben Jahren wohnt Cicero in Winterhude. Die Wahl des Viertels hatte damals rein pragmatische Gründe: „Meine Freundin und ich haben in Ottensen gewohnt und wollten uns vergrößern. Das musste relativ schnell gehen. Wir haben eine unglaublich süße Wohnung an der Körnerstraße gefunden“. Drei Jahre lebten sie dort, bis Sohn Louis kam. Vom Blick aus der Wohnung auf die Hofwegbrücke schwärmt Cicero noch heute: „Da kreuzen mehrere Kanäle in einen kleinen See. Die Kanalstruktur hier ist sehr schön, ich liebe das Wasser total“, schwärmt der Sänger, der gern im eigenen Kanu durch die Fleete paddelt. Mit Sohn Louis sind „kleine Fahrradausflüge zur Alster und zurück ein wichtiges Event.“ Aus einer Zufallsbekanntschaft wurde tiefe Zuneigung, auch nach der Trennung von Freundin Kathrin ist der Sänger der Gegend treu geblieben und lebt nun an der Grenze zu Uhlenhorst.

Kaffee-Tipp und Lichterfest

Inspirationen zu Kompositionen entstehen hier aber nicht: „Meistens habe ich Ideen im Auto. Und ich fahre ganz klassisch ins Studio und arbeite dort, ich brauche eine spezielle Umgebung.“ Im September vergangenen Jahres übernahm der Musiker für das Lichterfest „Winterhude leuchtet“ des Goldbekhauses die Schirmherrschaft. „Interessante Aktionen in meinem Stadtteil unterstütze ich gerne“, verspricht er und hat noch einen Tipp für Koffein-Fans parat: „Den besten Kaffee gibt es im Elbgold am Mühlenkamp. Da trifft man mich häufig an, entweder beim Bohnen kaufen oder beim Kaffee trinken.“ (flü)

Roger Cicero ist am 1. Oktober 2014 live im CCH 1 in Hamburg zu sehen und zu hören. Zurzeit ist der Sänger auch im Fernsehen präsent: Bei der Musik-Event-Reihe „Sing meinen Song“, einer Show von Xavier Naidoo auf Vox
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