Rot braucht Grün

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Der alte und neue Bürgermeister Olaf Scholz mit Ehefrau Britta Ernst ließ sich am Sonntag um 18.30 Uhr bei der Wahlparty in der Fabrik feiern Foto: SPD Hamburg/wb

SPD gewinnt Wahl, doch zur Alleinregierung reicht es nicht

Hamburg Nach der Wahl am Sonntag sind in der Hamburgischen Bürgerschaft künftig sechs Parteien vertreten. Klarer Sieger ist die SPD von Bürgermeister Olaf Scholz, die ihre absolute Mehrheit allerdings verlor. Die CDU brach weiter ein und fuhr das bislang schlechteste Ergebnis in Hamburg überhaupt ein. Spitzenkandidat Dietrich Wersich sprach von einer „herben Enttäuschung“. Dritte Kraft bleiben die Grünen, die leicht zulegten. Auch die Linke konnte sich verbessern, will aber weiterhin konsequente Oppositionsarbeit machen. Der zwischenzeitlich in Umfragen auf zwei Prozent abgesackten FDP gelang der Wiedereinzug in die Bürgerschaft. Die Alternative für Deutschland konnte erstmals in einem westdeutschen Bundesland die Fünf-Prozent-Hürde überwinden. Die Wahlbeteiligung sank mit 56,6 Prozent auf einen historischen Tiefstand.
Für die siegreiche SPD bedeutet das Ergebnis nun: Es muss ein Koalitionspartner gefunden werden. Nachdem Olaf Scholz den Avancen der FDP bereits öffentlich eine Absage erteilt hat, sind die Grünen erste Wahl. „Wir werden hart verhandeln und sind dann zuverlässige Partner“, kündigte Jens Kerstan, einer der beiden grünen Spitzenkandidaten an. Bürgermeister Scholz entgegnete, er rechne nicht damit, „dass bei den Grünen jemand Vabanque spielt und unangemessene Vorstellungen hat, was das Wahlergebnis ermöglicht.“ Das gute Ergebnis der FDP mit Katja Suding wertete deren Bundesvorsitzender Christian Lindner als „Eisbrecher-Wahl“. Die AfD setzte ihre Erfolgsserie fort und sieht sich schon auf dem Weg in den Bundestag 2017. (rg)
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4 Kommentare
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Rainer Stelling aus St. Georg | 17.02.2015 | 13:11  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 20.02.2015 | 10:40  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 20.02.2015 | 11:51  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 28.02.2015 | 11:01  
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