Schlaglöcher bleiben

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Die Schlagloch-Beseitigung muss künftig im Bezirk Hamburg-Nord mit weniger Mitteln auskommen –zugunsten der Förderung des Radverkehrs Foto: Hanke

Künftig weniger Geld zur Straßensanierung im Bezirk Nord

Hamburg-Nord Auf Antrag von SPD und Grünen hat der Hauptausschuss Hamburg-Nord beschlossen, zugunsten der Förderung des Radverkehrs im Bezirk Hamburg-Nord ab 2015 jährlich für alle Folgehaushalte 200.000 Euro aus dem Posten „Grundinstandsetzung von Straßen“ in den Posten „Neu-, Um- und Ausbau sowie Grundinstandsetzung von Verkehrswegen zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs“ umzuschichten. SPD und Grüne begründeten ihren Antrag mit den Entwicklungen der letzten Jahre im Radverkehr und bei den Radwegen. Die Anlagen für den Rad- und Fußverkehr seien finanziell vernachlässigt worden: „Dies wurde in den letzten Jahren besonders deutlich, da der Anteil des Radverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen stetig steigt.“ Investitionen in den Fuß- und Radverkehr helfen, so SPD und Grüne, auch, „die Fahrbahnen von Kraftverkehr zu entlasten und damit Emissionen zu minimieren.“

Radverkehr boomt


Der ADFC (Allgemeine Deutsche Fahrradbund) rechnete sogar kürzlich vor, dass die Gesamtwirtschaft bei jedem Kilometer, der in der Stadt Rad gefahren wird, 16 Cents gewinnt und bei jedem Autokilometer neun Cents verliert. Diese Werte wurden in Kopenhagen ermittelt. Die CDU lehnte den Antrag von SPD und Grünen ab. Dazu ihr Bezirksabgeordneter Christoph Ploß: „Dies ist der völlig falsche Weg, angesichts der Schäden auf den Straßen von Hamburg-Nord die Mittel für diesen Bereich herunterzufahren. Wir begrüßen die Förderung des Radverkehrs. Doch das Geld muss aus anderen Töpfen kommen, zum Beispiel aus dem Programm Busbeschleunigung, nicht aus den Mitteln für Infrastrukturmaßnahmen. Diese Initiative ist ein weiterer Baustein der rot-grünen Anti-Autofahrer-Politik. Angesichts der zahlreichen Schlaglöcher auf unseren Straßen ist es unverantwortlich, dass SPD und Grüne den Etat zur Sanierung unserer Straßen herunterfahren wollen.“ (ch)
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