Schlaglöcher nerven Autofahrer

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Schlaglöcher wie diese säumen die Wege der Autofahrer im Bezirk. Foto: pi

Bezirk Nord fehlen mehr als 8 Millionen Euro für Sanierung

Winterhude/Eppendorf. Der Winter hinterlässt Jahr für Jahr seine Spuren auf Hamburgs Straßen. Allein im Bezirk Nord sind 91 Straßen von Schlaglöchern betroffen. Das geht aus der Antwort des Bezirks auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Christoph Ploß hervor.
Allerdings können mit den zur Verfügung stehenden Mitteln aus dem Topf „Sonderprogramm Winterschäden“ in Höhe von 396.000 Euro in diesem Jahr gerade mal sechs Straßenabschnitte saniert werden. Für die komplette Behebung der Schäden, bräuchte der Bezirk mehr als 8,4 Millionen Euro. „Die Gelder reichen bei Weitem nicht aus. Wir brauchen dringend mehr Geld“, bestätigt Peter Hansen, Pressesprecher des Bezirksamts Nord. Auch in anderen Bezirken gerät die Sanierung ins Stocken. Dazu Christoph Ploß, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion: „Der SPD-Senat hat eine völlig falsche Prioritätensetzung. Wer für den unsinnigen Rückkauf eines Minderheitenanteils der Energienetze über 500 Millionen Euro ausgibt und im Gegenzug an der Instandhaltung unserer Infrastruktur spart, steuert die Stadt in die falsche Richtung“. Langfristig gesehen führten die Sparmaßnahmen zu noch mehr Kosten, denn je länger mit der Reparatur gewartet wird, desto schlechter werde die Substanz der Straßen. Die SPD wälzt die Verantwortung auf den ehemaligen CDU-Senat. Der habe die Straßen über Jahre vernachlässigt. Es gelte nun, den Investitionsstau sukzessive abzubauen. Den Bezirken bleibt nichts weiter übrig, als mit den zur Verfügung gestellten Mitteln die Liste der Winterschäden nach Priorität abzuarbeiten. Der Bezirk Nord plant in diesem Jahr folgende Straßen (Abschnitte) in Winterhude und Eppendorf zu sanieren: Gellertstraße (Bellevue-Poelchaukamp), Fernsicht (Bellevue-Leinpfad), Poelchaukamp (Gellertstraße-Sierichstraße), Efeuweg sowie Geschwister-Scholl-Straße (Münsterstraße-Martinistraße). (ab)
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