Schüler setzen sich für Denkmal ein

Anzeige
Setzen sich für ein Denkmal für Deserteure ein: René, Elias, Jaleel, Haris, Merka, Lehrer Oliver Thron, Cheyenne und Sammy (v.l.)Foto: Hanke

Deserteure der Nazi-Zeit werden bis heute nicht geehrt

Harvestehude. 350.000 bis 400.000 deutsche Soldaten sind vermutlich während des Zweiten Weltkrieges desertiert. Etwa 23.000 wurden deshalb hingerichtet. Seit zwei Jahren beschäftigen sich 23 Schülerinnen und Schüler der Ida-Ehre-Schule im Rahmen des Useful-Profils in vier Gruppen mit den vielfach noch heute verfemten Soldaten, die dem NS-Regime die Mitarbeit verweigerten. Anhand des kriegsverherrlichenden 76er Denkmals am Dammtordamm und des daneben stehenden unvollendet gebliebenen Gegendenkmals haben sie ihre Sichtweisen in Wort und Bild dokumentiert. Mit den Ergebnissen beteiligen sie sich nun an einem Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung. Vier bis fünf Stunden durchgehend beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler einmal in der Woche mit ihrem Useful-Thema. So hat die Gruppe, die sich mit dem Thema Desertation beschäftigt, Zeit genug, die Denkmäler am Dammtorbahnhof zu begutachten und zu fotografieren. Ihre Ergebnisse werden in einer Broschüre zusammengefasst, die auch Biografien von hingerichteten Deserteuren enthalten. (ch)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige