Schulgebäude wird saniert

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Seit Jahren steht das Schulgebäude an der Erikastraße leer. Anfang des kommenden Jahres wird die frühere Wolfgang-Borchert-Schule für die Marie Beschütz Schule zur Grundschule umgebautFoto: ch
 
Gymnastik- und Sporthalle an der Erikastraße werden von umliegenden Sportvereinen stark genutztFoto: Hanke

Sporthalle soll abgerissen werden. Das bringt Sportvereine in Not

Von Christian Hanke
Eppendorf. Sportvereine aus Eppendorf und Umgebung fürchten um ihre Hallenzeiten. Anfang 2014 soll das Gebäude der früheren Wolfgang-Borchert-Schule in der Erikastraße saniert und umgebaut werden. In diesem Zusammenhang werden die Gymnastik- und die Sporthalle der Schule abgerissen. Beide Hallen werden derzeit vom Winterhude Eppendorfer Turnverein, vom Hamburger Tischtennisverband, dem Verein Sportspaß und anderen Sportvereinen genutzt. Das Bezirksamt Hamburg-Nord hatte auf Anfrage der CDU im vergangenen Jahr erklärt, gemeinsam mit den Nutzern der Sporthallen Ersatzlösungen finden zu wollen. Die wurden aber bislang nicht gefunden. Sollten keine neuen Sportstätten gefunden werden, würden in den nächsten zwei bis drei Jahren rund 450 Mitglieder von Sportvereinen ihre Hallenzeiten verlieren. Die CDU fragte jetzt in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord nach. Der entsprechende Antrag wurde in den Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport überwiesen.
Die frühere Wolfgang Borchert Schule wird für die Marie Beschütz Schule zu einer Grundschule umgebaut. Die derzeit von Architektenbüros ausgearbeiteten Pläne sind in letzten Details noch in der Abstimmung zwischen Schulbau Hamburg und der Behörde für Schule und Berufsbildung.

Wesentliche Maßnahmen werden aber sein: Der Mittelteil des Haupthauses der Schule wird abgerissen und neu aufgebaut, die beiden Flügeltürme sind von solider Bausubstanz und aufgrund ihrer Architektur auch erhaltenswert. Die beiden Türme und der neu zu errichtende Mittelblock werden dann das Hauptgebäude der Marie Beschütz Schule bilden. Die Schule ist in alle Planungen einbezogen.
Zurzeit ist vorgesehen, die vorhandene Sporthalle (Einfeldhalle) abzureißen und durch eine große Drei-Feldhalle zu ersetzen.
Diese drei Hallenfelder sollen nicht nur den Bedarf der einziehenden Grundschule decken, sondern auch den Bedürfnissen des Stadtteils Rechnung tragen. Da ein Nachbargrundstück hinzugekauft wurde, ist es nun möglich, eine moderne und größere Sporthalle auf dem Gelände zu errichten.
„Sowohl der Abriss des Mittelteils, als auch der Sporthalle werden voraussichtlich auf Frühjahr 2014 erfolgen“, gibt Daniel Stricker, Sprecher der Finanzbehörde auf WochenBlatt-Nachfrage Auskunft. Wie alle umliegenden Hallen, sei auch die Sporthalle an der Erikastraße in ihrer Kapazität gänzlich ausgeschöpft. „Wenn diese abgerissen wird, ergibt sich leider für die darin Sporttreibenden ein Engpass, der nicht an anderer Stelle abgefangen werden kann. Alle umliegenden Schulen haben ebenfalls ihre Hallenzeiten ausgereizt.“ Allerdings gäbe es zu dieser Problematik bereits Gespräche mit dem Sportverein, der die Halle am meisten frequentiert. Ein Lösung ist bisher noch nicht gefunden. Ein paralleler Neubau und Weiterbetrieb der alten Halle mit anschließendem Abriss sei aufgrund des begrenzten Raumes auf dem Grundstück nicht möglich, so Stricker. Die neue Sporthalle wird auf der Fläche der Alten erbaut.
Die langfristige Planung sieht vor, dass die Marie Beschütz Schule in 2016 ihr neues Domizil beziehen kann. (ch/ba)
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