Schwäne dürfen wieder raus

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Raus aus dem Zelt und ab ins Wasser: Hamburgs Wappentiere tummeln sich wieder im Winterquartier am Eppendorfer Mühlenteich Foto: Haas

Stallpflicht im Zelt aufgehoben. Wasservögel schwimmen im Mühlenteich

Eppendorf Als sich das Zelt am Eppendorfer Mühlenteich öffnet, blicken die Schwäne erst zögerlich ins Tageslicht. Bis sich mutigere Vögel, unterstützt von Lockrufen des Schwanenvaters Olaf Nieß, ins Freie hinaus wagen. Allmählich folgt die ganze Schar, immer zügiger geht es zum nahen Teich – und ab ins Wasser.
Beachtliche Wellen erzeugen die 120 Schwäne beim ersten Bad, Flügel schlagend und planschend. Im abgezäunten Revier des Winterquartiers genießen Hamburgs Wappentiere sichtlich ihre neue Freiheit. „Das hat ihnen gefehlt“, sagt Olaf Nieß lächelnd, „ihr natürliches Habitat.“ Dann beobachtet er seine Schützlinge, wie sie sich in einzelnen Trupps im Wasser und am Ufer ihres Winterquartiers tummeln.
Über drei Monate bis zum vergangenen Mittwoch hatten die Höckerschwäne in dem 600 Quadratmeter großen Zelt auf Stroh verbracht, wie schon einmal vor zehn Jahren. Eine Vorsichtsmaßnahme: In Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern war in Geflügelmast-Betrieben wieder die Vogelgrippe ausgebrochen (das Wochenblatt berichtete). Für Nutzgeflügel gab es deshalb auch in Hamburg eine Stallpflicht.
Nachdem nun 900 Hamburger Geflügelhalter ihre Tiere seit Mittwoch wieder ins Freiland lassen durften, wurde auch die behördlich angeordnete Zeltunterbringung der Hamburger Wildschwäne aufgehoben. Olaf Nieß und sein Team hatten noch viel zu tun: Das Zelt musste ausgemistet und abmontiert werden.
Nur noch etwa 14 Tage bleiben die Schwäne im Winterquartier, bis sie entlassen werden: in ihre Sommerreviere auf der Alster und in den Fleeten. (wh)
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