Sicheres Radeln

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Radfahrer leben auf der Maria-Louisen-Straße gefährlich. Zwischen Leinpfad und Dorotheenstraße könnte aber problemlos ein Fahrradstreifen abgetrennt werden.Foto: Hanke

Maria-Louisen-Straße: Prüfantrag für Radfahrsteifen

Von Dr. Christian Hanke
Winterhude. In der viel befahrenen Maria-Louisen-Straße leben Radfaher gefährlich. Sie müssen auf der Fahrbahn fahren. Die Bürgersteige sind zu schmal. Radwege existieren nicht. Kürzlich wurde ein Fünftklässler auf seinem Rad angefahren. Auch die 16-jährige Tochter von Anwohner Christoph Hasselmann wurde bereits Opfer eines Unfalls in der geschäftigen Verbindungsstraße. In der Straße radeln viele Schüler des Johanneums. Die Lösung des Problems liegt für Hasselmann im Abschnitt zwischen Leinpfad und Sierichstraße auf der Hand. „Man braucht nur Radfahrstreifen von der Fahrbahn abzutrennen“, berichtete er im Regionalausschuss Eppendorf/Winterhude. Die Fahrbahnen sind hier jeweils 5,90 Meter breit. Die Nebenflächen, vor allem Gehwege, messen nur 2,35 beziehungsweise drei Meter. Für die Grünen ist der Fall sonnenklar. Sie beantragten im Regionalausschuss, in der Maria-Louisen-Straße in voller Länge Radfahrstreifen von den Fahrbahnen abzutrennen, deren Breite sich im Abschnitt Leinpfad bis Dorotheenstraße auf 3,10 Meter verringern würden. „Eine zuverlässige Verkehrsführung ist auch mit nur einem regulären Fahrstreifen von drei Metern je Richtung möglich“, finden die Grünen, die in der Anlage der Fahrradstreifen außerdem den Vorteil sehen, dass die „Gefahr illegal abgestellter Fahrzeuge in zweiter Reihe“ vermindert wird.
Schwieriger wird es im Abschnitt zwischen Dorotheenstraße und Grasweg. Hier sind die Fahrbahnen nur jeweils 3,50 Meter breit und die zwischen den Bäumen zur Verfügung stehenden Flächen geringer. Hier wollen die Grünen prüfen lassen, ob Fahrradstreifen realisierbar sind. Anderenfalls soll über Temporeduzierung oder den Ausbau baulicher Radwege nachgedacht werden. Schließlich sollte auch die Anlage von Radfahrstreifen auch bei der Überarbeitung der Kreuzung Maria-Louisen-Straße / Dorotheenstraße berücksichtigt werden. Die anderen Fraktionen stimmten zu. Auf Vorschlag der CDU wurde der gesamte Antrag als Prüfantrag verabschiedet.
Karin Haas (LINKE) mahnte „hohe Dringlichkeit“ an und hätte lieber gleich entschieden: „Da gab es schon zwei Unfälle!“
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