Spannend und interessant

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Professor Martin Zeitz leitet jetzt das Universitätsklinikum Eppendorf. Foto: Hanke

Neuer ärztlicher Direktor am UKE

Eppendorf. Seit einer Woche hat das Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) wieder einen ärztlichen Direktor. Das Amt wurde etwa ein Jahr kommissarisch verwaltet. Nun hat Professor Martin Zeitz, der im Juni zum neuen UKE-Chef erkoren wurde, sein Amt angetreten - und strahlte bei seiner Vorstellung übers ganze Gesicht.
„Spannend und interessant“ findet er seine neue Aufgabe, weil er erstmalig für ein ganzes Krankenhaus „gestalterisch tätig sein kann“. Ein dreiviertel Jahr hatte er darüber nachgedacht, ob er den Sprung von der Leitung der Medizinischen Klinik I der Charité in Berlin zum ärztlichen Direktor einer Universitätsklinik wagen sollte. Dabei spielte die Frage, ob er seine Studenten in Berlin verlassen dürfe, eine große Rolle. Lehre und Forschung sind ihm ebenso vertraut wie die Patientenversorgung. Zeitz, der in Berlin studierte, leitete bis 2000 die Klinik für Innere Medizin II an der Universität des Saarlandes in Homburg und ist Sprecher des Sonderforschungsbereichs 633 sowie der Klinischen Forschungsgruppe 104 der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Diese beiden Forschungsverbünde beschäftigen sich mit mukosaler Immunologie und der Infektiologie des Magen-Darm-Traktes.
Eine entscheidende Frage, die der neue UKE-Direktor angehen will, ist die der Finanzierung der Universitätsmedizin. „Die Universitätsmedizin ist bundesweit nicht ausfinanziert. Das ist eine schwierige Situation“, sagte Zeitz bei seiner Vorstellung. Dabei lobte er seine neue Arbeitsstätte: „Das UKE hat eine sehr gute Startposition. Es ist baulich exzellent. Die Drittmittel haben sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt.“ Forschung und Wissenschaft sind seine Leidenschaft. Zeitz will verstärkt darauf hinarbeiten, dass am UKE Forschungsergebnisse „in die Krankenhausversorgung überführt werden.“ Ärzte sollten außerdem viel mehr substanziell forschen. In den USA sei das schon gang und gebe, sagte Zeitz, in Deutschland dagegen noch sehr selten. „Das liegt mir am Herzen“, betonte der neue ärztliche Direktor. Schließlich gilt es die ambulanten Strukturen auszubauen, meinte Zeitz, der mit einer Krankengymnastin verheiratet ist, die im Hospizbereich arbeitet. Die beiden Kinder, 30 und 32 Jahre alt, leben in Paris und Zürich. Das Ehepaar Zeitz, das in unmttelbarer Nähe des UKE in Eppendorf eine Altbauwohnung gefunden hat, interessiert sich für Kunst, Theater und Musik. Die Kollegen in Berlin schenkten ihnen zum Abschied eine Jahreskarte für die Hamburger Kunsthalle - und eine Besichtigung der Baustelle der Elbphilharmonie. (ch)
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