Stand up Paddling-Projekt gefährdet

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Suse Hartmann, stellvertretende Geschäftsführerin des Goldbekhauses, in den Resten der abgebrannten Lagerhalle für Stand Up Paddling Foto: Hoyer
Hamburg: Goldbekhaus, Moorfuhrtweg 9 |

Schuppen am Goldbekhaus in Winterhude abgebrannt. Brandstifter aus Rache am Werk?

Von Christian Hanke
Winterhude
Der Schock bei den Mitarbeitern des Goldbekhauses war groß, als kürzlich eine Lagerhalle des Stadtteilzentrums am Goldbekkanal abbrannte. Neben der Berufsfeuerwehr war auch die FF Winterhude im Einsatz. Das komplette Stand Up Paddling-Equipment, Boards, Paddel, Schwimmwesten und Anker wurde vernichtet. Doch damit nicht genug. Ein vor zwei Jahren entstandenes Inklusionsprojekt wurde jäh gestoppt. „Das Goldbekhaus fördert eine Gruppe von Menschen mit körperlichen Handicaps, mit Migrationshintergrund und Interessierten, die sich Stand up Paddling nicht leisten können“, berichtet Suse Hartmann, die stellvertretende Geschäftsführerin des Goldbekhauses, und zuständig für alle Projekte zum Thema Bewegung.

Werner-Otto-Preis


Zwei engagierte Frauen hatten dieses Projekt mit eigenen Boards angestoßen. Die Aktion Mensch konnte unter anderen als Unterstützer gewonnen werden. 2016 wurde das Projekt mit dem Werner-Otto-Preis ausgezeichnet. „In diesem Projekt steckt viel Herzblut und eine Überzeugung davon, dass der Wassersport für jeden Menschen ermöglicht werden kann“, sagt Suse Hartmann. Nach ersten Ermittlungen ist sich die Polizei sicher, dass der Schuppen angezündet wurde, da Reste von Brandbeschleunigern entdeckt wurden. Im Goldbekhaus hat man auch Vermutungen über die Täter. Es könnte sich um Personen handeln, denen das Stadtteilkulturzentrum Haus- und Geländeverbot erteilt hat. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Saisonstart ist offen


Von dem zwei Meter langen, 2,50 Meter hohen und 80 Zentimeter breiten Schuppen blieb nur ein Metall-Gerippe übrig. Auch die selbst angefertigten Holzbänke für die Paddel verbrannten. Der Anleger wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Deshalb kann das Goldbekhaus noch nicht sagen, ob die Paddelsaison wie vorgesehen Ende Mai beginnen kann. „Wir setzen alles daran, dass wir wie geplant in die Saison starten können. Die Brandstifter sollen nicht gewinnen. Alle Engagierten sind bereit, das Projekt erneut mitzubauen“, betont Suse Hartmann.

Spenden für Wiederaufbau


Dafür ist das Goldbekhaus auf Spenden angewiesen. Auch wer noch ein Paddel oder ein Board, das auch defekt sein kann, im Keller liegen hat, kann helfen. Die Kontonummer: BIC: HASP DE HH XXX, IBAN: DE96 2005 0550 130 112 00 26, Verwendungszweck: Wiederaufbau SUP-Projekt und Anleger. Suse Hartmann ist unter Telefon 278 702-13, Fax: 278 702-20 oder per E-Mail: suse.hartmann@goldbekhaus.de erreichbar
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