Stau wegen Dauer-Bau?

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Soll vom 3. August bis 22. November gesperrt werden: Die Bebelallee – aber wie wird umgeleitet, wenn die Ohlsdorfer Straße noch gesperrt ist? Foto: flü

Ab Sommer ist die Bebelallee gesperrt. Ob die Ohlsdorfer Straße bis dahin frei ist?

Von Miriam Flüß
Winterhude
Ab dem Sommer wird mit der Sanierung der Bebelallee und Einrichtung der Veloroute 4 für voraussichtlich sechs Monate eine neue Großbaustelle in Winterhude entstehen. Sollte die jüngst verlängerte einseitige Sperrung der Ohlsdorfer Straße bis dahin nicht aufgehoben sein, könnte es zu Engpässen kommen.
Auf dem Abschnitt zwischen Braamkamp, Deelböge und Jahnring wird ab 15. Juni die Fahrbahndecke saniert. Zwischen Meenkwiese und dem Knotenpunkt Deelböge / Braamkamp wird die Bebelallee als Einbahnstraße in Richtung Norden ausgewiesen. Mit dem Beginn der Baumaßnahmen für den Fahrradweg ab dem 3. August wird die Bebelallee zwischen Hudtwalckerstraße und Meenkwiese vollständig gesperrt.
Alle Arbeiten sollen am 22. November abgeschlossen sein. „Die Anlieger erhalten circa drei bis vier Wochen vor Baubeginn eine schriftliche Information per Post, aus der die Verkehrsführung während der Bauzeit hervorgeht sowie Termine und Ansprechpartner“, heißt es aus der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI). Für die Fahrt Richtung Süden ist die Umleitung über Alsterkrugchaussee, Rosenbrook und Tarpenbekstraße vorgesehen, als alternative Routen sollen Fuhlsbüttler Straße, Sengelmannstraße und Hindenburgstraße eingeplant werden. Richtung Norden soll über Tarpenbekstraße, Rosenbrook und Alsterkrugchaussee umgeleitet werden, alternativ über Ohlsdorfer Straße, Jahnring, Hindenburgstraße, Barmbeker Straße und Borgweg. Sollte die Teilsperrung der Ohlsdorfer Straße, die bis Ende Juli verlängert wurde (das Wochenblatt berichtete) dann nicht aufgehoben sein, könnte es tatsächlich zu enormen Engpässen kommen.
„Die Hochbaustelle Ohlsdorfer Straße ist über den Beginn der Baustelle Bebelallee und deren Abhängigkeiten informiert. Nach gegenwärtigen Informationen ist die Baustelle Ende Juni 2015 beendet, sodass noch ein Monat Puffer vorhanden ist bis die Bebelallee am 3. August gesperrt wird“, heißt es dazu aus der BWVI. Anlieger des Bereiches der Vollsperrung sollen ihre Grundstücke von der Meenkwiese über das Baufeld in Richtung Süden erreichen können. Die Verlängerung der Baustelle an der Ohlsdorfer Straße mit der damit verbundenen Busumleitung sorgt auch bei Fahrgästen für Unmut. Angesichts der verlängerten Bauzeit fordert etwas Wochenblatt-Leser Michael Pelze, der täglich rund 30 Minuten länger unterwegs ist, die Busse über die Bebelallee umzuleiten: „Warum müssen die Busse durch den Stadtpark geleitet werden? Berufspendler wollen nur schnell zur U-Bahnstation Lattenkamp kommen!“
Für die Hochbahn ist das jedoch keine Option: „Die Linienführung und die Entscheidung, nicht über Bebelallee zu fahren, ist vor allem der Bedienung des Winterhuder Marktes geschuldet. Wir können diesen zentralen Ort mit seinem hohen Fahrgastaufkommen nicht umfahren. Das würden uns die dort ein- und aussteigenden Fahrgäste zu Recht verübeln“, so Hochbahn-Sprecher Christoph Kreienbaum. „Eine Linienentscheidung bei Umwegen ist immer ein Kompromiss zwischen den unterschiedlichen Interessenlagen unserer Fahrgäste für die nicht erfreuliche Sperrung der Ohlsdorfer Straße.“
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