Steuerzahler-Bund: 150 Millionen Euro bei Elbphilharmonie verschwendet

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Die Elbphi hätte 150 Millionen Euro "günstiger" sein können, ist der Bund der Steuerzahler überzeugt Foto: Stammer

Kritik an zu früher Ausschreibung für den Mega-Bau an der Elbe. Ähnliche Probleme beim CCH-Projekt befürchtet

Laut Bund der Steuerzahler hat Hamburg beim Bau der Elbphilharmonie mindestens 150 Millionen Euro verschwendet.

Die enorme Kostensteigerung des Megaprojektes sei vor allem auf die zu frühe Ausschreibung des Projekts zurückzuführen, wie die Deutschen Wirtschaftsnachrichten den Steuerzahler-Bund zitieren.

Noch bevor die Entwurfsplanung abgeschlossen war, sei das Bauprojekt bereits ausgeschrieben worden. Dies habe zu teuren baubegleitenden Planungen geführt, die „teilweise im Chaos endeten“ und für eine monatelange Stilllegung der Baustelle sorgten.

Die Bürgerschaft hat im Somer einer neuen Vereinbarung zwischen dem Bauunternehmen Hochtief und der Stadt zugestimmt und damit den Weiterbau mit den bisherigen Vertragspartnern ermöglicht. Trotz der dramatischen Kostensteigerung befürwortete der Steuerzahlerbund diese Neuordnungs-Vereinbarung: Eine Kündigung der Verträge wäre für den Steuerzahler deutlich teurer geworden, als öffentlich dargestellt, so die Kritik.

Hochtief soll nun für einen Festpreis von 575 Millionen Euro das Konzerthaus im Jahr 2016 schlüsselfertig abliefern. Das Büro Herzog & de Meuron übernimmt die Kontrolle und wird dafür mit über 100 Millionen Euro „geradezu fürstlich entlohnt“, so der Bund der Steuerzahler. Es sei zudem an der Bauzeit-Verzögerung „nicht unschuldig“.

Aus seinen Fehlern bei der Elbphilharmonie habe der Hamburger Senat aber gelernt. Der Senat habe einen verbindlichen Anforderungskatalog an zukünftige Bauprojekte vorgelegt, der ähnliche Entwicklungen wie bei der Elbphilharmonie verhindern soll.

Der Bund der Steuerzahler hofft, heißt es in dem Bericht weiter, dass das Congress Center Hamburg nicht ähnlich aus dem Ruder laufen werde wie die Elbphilharmonie.
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