Streit über Unfallkreuzung in Alsterdorf

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Die Kreuzung Alsterdorfer Straße/Carl-Cohn-Straße gilt als Unfallschwerpunkt Foto: Hanke

Alsterdorfer Straße/Carl-Cohn-Straße wird für 1,2 Millionen Euro umgebaut

Von Christian Hanke
Alsterdorf
Die Kreuzung Alsterdorfer und Carl-Cohn-Straße wird in einen Kreisverkehr umgebaut. Das hat das Bezirksamt Hamburg-Nord beschlossen, nachdem die Polizei diese Kreuzung zum Unfallschwerpunkt erklärt hat. SPD, Grüne und Linke begrüßen diesen Umbau. Die CDU kann ihn nicht verstehen. Die FDP findet diese Lösung zu teuer. Die CDU-Abgeordneten des Regionalausschusses Langenhorn/Fuhlsbüttel/Alsterdorf/Groß Borstel, in dem die Planung vorgestellt wurde, hatten noch nie einen Unfall an dieser Kreuzung gesehen, obwohl die meisten „schon so lange Alsterdorfer sind“. Die langjährige Bezirksabgeordnete Gisela Busold zeigte sich besonders empört. Sie verwies auf die Einmündung Wilhelm-Metzger-Straße, die viel gefährlicher sei als die Kreuzung Carl-Cohn-Straße. Da erhob sich Hartmut Herbst, zuständig für Verkehr am Polizeikommissariat 33 am Wiesendamm: „Die Kreuzung Carl-Cohn-Straße ist ein Unfallschwerpunkt, die Einmündung Wilhelm-Metzger-Straße nicht.“ In die Mitte der Kreuzung Alsterdorfer/Carl-Cohn-Straße wird ein Kreisel von 28 Metern Durchmesser gesetzt. Die Kreuzung wird entsprechend aufgeweitet. Alle vier Straßenarme, die auf die Kreuzung zulaufen, erhalten Zebrastreifen und in deren Mitte eine „Sprunginsel“. Die vorhandene Mittelinsel im südlichen Abschnitt der Carl-Cohn-Straße wird verkleinert. Die Fahrbahn der Alsterdorfer Straße bleibt 10,70 Meter breit. Die Carl-Cohn-Straße wird im Kreuzungsbereich mit Mittelinsel 9,75 Meter breit.

Umbau ab Juni


Die Fahrbahnbreite im Kreisverkehr beträgt 4,80 Meter. Der 3,70 Meter breite Innenring des Kreisels kann von großen Fahrzeugen überfahren werden. In der Mitte werden Sträucher gepflanzt. Der Kreisel wird durch einen 50 Zentimeter breiten Sicherheitsstreifen von den Nebenflächen abgetrennt. Die Bushaltestelle in Richtung Alsterdorfer U-Bahnhof wird soweit zum Kreisel verlängert, dass keine Autos zwischen Bus und Sprunginsel passen. So hat der Bus immer Vorfahrt. Die Radler werden auf der Fahrbahn fahren. Die zu schmalen Radwege in der Carl-Cohn-Straße werden zurückgebaut. Für die Umbauten müssen insgesamt fünf Bäume gefällt und zehn Parkplätze aufgegeben werden. Es werden sieben Bäume an und im Umfeld der Kreuzung nachgepflanzt. Das erfreute den Grünen-Abgeordneten Thorsten Schmidt, der vorschlug, einen Baum in die Mitte des Kreisels zu setzen. Nüchterne Antwort: „Technisch nicht möglich“. Mit dem Umbau der Kreuzung soll Anfang Juni begonnen werden. Es wird mit einer Bauzeit von elf bis 13 Wochen gerechnet. Welche Fahrbahnen wann gesperrt werden müssen, ist noch nicht klar. Der Umbau wird voraussichtlich rund 1,2 Millionen Euro kosten.
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5 Kommentare
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André Rabe aus Horn | 04.03.2016 | 12:23  
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André Rabe aus Horn | 04.03.2016 | 12:30  
2.122
Kai Debus aus Alsterdorf | 06.03.2016 | 17:19  
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André Rabe aus Horn | 07.03.2016 | 12:46  
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Christina Wachholz aus Alsterdorf | 21.10.2016 | 21:37  
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