Tarpenbek Greens: Areal verkauft

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Die rot umrandete Fläche soll mit Wohnungen bebaut werden. Neuerdings ist Otto Wulff Eigentümer Grafik: wb

Hamburger Otto Wulff übernimmt von irischem Investor

Groß Borstel Die Otto Wulff Bauunternehmung hat das Gelände des früheren Güterbahnhofs Lokstedt und angrenzender Kleingartenflächen, auf denen das Wohnungsbauprojekt Tarpenbek Greens realisiert werden sollte, erworben. Der irische Investor McGarrell Reilly hatte das Areal vor einigen Jahren gekauft, es nun weiterveräußert. Über Luxemburg landete das Gelände nun wieder ganz in Hamburg, eben beim Großunternehmen Otto Wulff. Was die neuen Herren des unter Anwohnern und Kommunalpolitikern heiß diskutierten Geländes genau bauen werden, ist noch nicht zu erfahren. Aber beim Kommunalverein hat sich die Otto Wulff Bauunternehmung schon zum Gespräch angemeldet – nachdem das Wochenblatt eine Anfrage gestellt hatte, die allerdings nicht beantwortet wurde,.
Eines ist für Uwe Schröder vom Kommunalverein aber schon jetzt klar. Die Wohnungen werden teurer als sie sein müssten. Denn die Verkäufe des
Geländes haben den Verkäufern viel Geld eingebracht. Nach Informationen von Uwe Schröder soll McGarrellReilly über 50 Millionen Euro Gewinn gescheffelt haben. „Da muss den Iren jemand aus der Hamburger Verwaltung die Sicherheit gegeben haben, dass der Deal klappt“, argwöhnt Schröder. Sonst, so der Vertreter des Kommunalvereins, hätte der irische Investor nicht sieben Millionen Euro für das Tarpenbek Greens-Gelände gezahlt. „Er hat gewusst, dass damit viel Geld zu machen ist“, ist sich Schröder sicher. Entgegen den Aussagen mancher Kommunalpolitiker besagte der Vertrag zwischen McGarrellReilly und der Stadt, dass die Iren Gesellschaftsanteile weiterveräußern durften. Was aber hat die Otto Wulff Bauunternehmung mit dem Gelände vor? 750 Wohnungen kann das Unternehmen bauen. Die sieht der Bebauungsplan vor. Viele Groß Borsteler hätten es lieber etwas kleiner.
Eine Änderung hat Otto Wulff schon angekündigt. Der Name Tarpenbek Greens verschwindet. Ein neuer ist noch nicht gefunden. Das findet Uwe Schröder schon mal gut: „Diese Verbindung von Plattdeutsch und Englisch hatte mir nie gefallen.“ (ch)
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