Todesfahrer muss hinter Gitter

Anzeige
Nach dem schweren Verkehrsunfall am 12. März 2011: Spontan legen Eppendorferinnen und Eppendorfer Blumen und Beileidsbekundungen an der Kreuzung nieder Foto: Hanke/Archiv

Bundesgerichtshof lehnt Revisionsantrag von Cesar S. nach Eppendorfer Unfall ab

Eppendorf. Jetzt ist es endgültig. Cesar S., der Verursacher des schweren Verkehrsunfalls im März 2011, durch den in Eppendorf vier Menschen ums Leben kamen, muss für dreieinhalb Jahre hinter Gitter.
Die Revision des 41-Jährigen gegen das im vergangenen Jahr vom Hamburger Landgericht verhängte Urteil von drei Jahren und sechs Monaten Gefängnis wurde jetzt vom Bundesgerichtshof abgewiesen. Cesar S. war am 12. März 2011 mit überhöhter Geschwindigkeit aus der Eppendorfer Landstraße auf die Kreuzung mit Eppendorfer Baum, Lehmweg und Lenhartzstraße gerast, hatte das Auto des Schauspielers Peter Striebeck und seiner Frau Ulla gerammt. Der Wagen des Unfallverursachers hatte sich daraufhin überschlagen und war in eine Gruppe von Fußgängern geschleudert, die an der Ecke Eppendorfer Baum, Lehmweg vor einer Ampel warteten. Vier Eppendorferinnen und Eppendorfer starben, der Schauspieler Dietmar Mues und seine Frau Sybille, der Soziologe Günter Amendt und die Bildhauerin Angela Kurrer.
Cesar S. verursachte den schweren Unfall durch einen epileptischen Anfall, wie das Gericht zweifelsfrei ermitteln konnte. Der Unfallfahrer litt bereits seit Jahren an epileptischen Anfällen und hatte dennoch eine Fahrerlaubnis erhalten.
Versuche von Kommunalpolitikern im Bezirk Hamburg-Nord und einer Initiative Eppendorfer Bürger, die Kreuzung, auf der sich der Unfall ereignete hatte, zu entschärfen, scheiterten an den Fachbehörden. Dort herrscht die Auffassung, der Unfall sei ein Einzelfall und nicht verhinderbar gewesen. (ch)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige