UKE Athleticum setzt auf Bewegung

Anzeige
Leiten das UKE Athleticum und sind dem HSV besonders verbunden: Julia Schmidt (Stellvertretende ärztliche Leiterin) und Götz Welsch (einer der beiden ärztlichen Leiter) Foto: Hanke
 
Auf dem Laufband strampeln: eine der vielen Bewegungstherapien im UKE Athleticum Foto: Hanke

Spitzensportler sind regelmäßig zur Therapie oder Prävention im Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf

Von Christian Hanke
Hamburg-Eppendorf
Auch Spitzensportler gehen im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) ein und aus. Namhafte Fußball-, Tennis- und Hockeyspieler, Reiter, Leichtathleten und Gewichtheber lassen sich im UKE Athleticum durchchecken und finden hier nach Verletzungen zu alter Form zurück. Unter anderen sind alle HSV Bundesligaprofis und der HSV Nachwuchs im Athleticum regelmäßig zu Gast, betätigen sich hier an den verschiedenen Geräten im Kraftraum oder auf dem Laufband. Mit dem Hamburger Sport Verein ist das Athleticum, eine der 33 Abteilungen des Ambulanzzentrums am UKE, eng verbunden. Die Gründung 2011 wurde durch den damaligen ärztlichen Direktor des UKE, Jörg Debatin, angestoßen, der 2008 bis 2013 Mitglied im Aufsichtsrat des HSV war.

Für Olympioniken

Seit 2015 ist das UKE Athleticum außerdem lizenziertes Sportmedizinisches Untersuchungszentrum des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Alle Bundeskadersportler absolvieren ihre jährliche medizinische Grunduntersuchung im UKE Athleticum und die Nachwuchsathleten ihre Eingangsuntersuchung. Gerade wurde diese Vereinbarung um vier Jahre verlängert. Doch das UKE Athleticum - Kompetenzzentrum für Sport- und Bewegungsmedizin, wie es im vollen Wortlaut heißt - ist nicht nur für Spitzensportler gegründet worden. Alle Menschen mit orthopädischen Problemen und Verletzungen aufgrund von sportlichen Aktivitäten können kommen. Ebenso, wer sich in Vorbereitung auf sportliche Aktivitäten durchchecken lassen möchte. Zum Beispiel, um herauszufinden, ob er oder sie einen Marathonlauf durchhalten wird. Das Besondere am UKE Athleticum: hier arbeiten Ärzte, Physiotherapeuten, Osteopathen, Sportwissenschaftler und medizinische Fachangestellte zusammen. Wie in der Betreuung einer Fußballmannschaft. Einer der beiden ärztlichen Leiter des Athleticums, Dr. Götz Welsch, ist der leitende Mannschaftsarzt des Hamburger Sportvereins. Mittlerweile ist aber nicht nur der HSV Kooperationspartner. Das Athleticum arbeitet auch mit der Ober-ligafußballmannschaft des SC Victoria und mit dem Landesverband Hamburg der Reiter zusammen.

Bewegung als Therapie

33 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hier beschäftigt. Auf rund 500 Quadratmetern wird auf dem Laufband gestrampelt, wird Kraft an verschiedenen Geräten getankt, wird beraten und therapiert. „Wir sind für die aktiven Hamburgerinnen und Hamburger da, wir bieten Bewegung als Therapie an“, fasst Götz Welsch zusammen oder anders gesagt: „Wir bringen Sportmedizin orthopädisch an den Endverbraucher.“ Beschwerden im Rücken und in der Muskulatur, Kreuzbandschäden, Golf- und Tennisarm, immer häufiger hervorgerufen durch zu viel Umgang mit der Computermaus, umgeknickte und verdrehte Gelenke sind die häufigsten Beschwerden, die im UKE Athleticum behandelt werden. „Unsere Patientinnen und Patienten sind zehn bis 90 Jahre alt“, erzählt Julia Schmidt, die stellvertretende ärztliche Leiterin des Athleticums.
Und die erfahren hier eine Behandlung wie die Fußballprofis. Ärzte, Physiotherapeuten, Osteopaten, Sportwissenschaftler sind alle vor Ort, können sich schnell über die Patienten verständigen, sie von einem Fachmann zum nächsten weiterleiten. Auch mit anderen Abteilungen des UKE, wie zum Beispiel mit der Kardiologie, wird schnell und effektiv zusammengearbeitet. Das UKE
Athleticum ist, wenn wundert´s, gut ausgelastet. Trotzdem bekommen alle, die anrufen, innerhalb von einer Woche einen Termin, verspricht Götz Welsch. Notfälle werden vorgezogen. Auch Forschung und Lehre kommen nicht zu kurz. Studenten arbeiten mit. Götz Welsch hält Vorlesungen. Wissenschaftler gewinnen Erkenntnisse. Das UKE Athleticum, Teil des formal selbständigen Ambulanzzentrums mit eigenem Etat, ist eben doch ein richtiges UKE-Gewächs.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige