Umbau im Planetarium

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Wegen Umbau geschlossen: Bereits 2002 blieben die Türen des über 100 Jahre alten Wasserturms im Stadtpark für Besucher geschlossen. Damals wurde eine neue Technik installiert. Foto: ab

Im nächsten Jahr wird für vier Monate geschlossen

Winterhude. Wann startet der Ausbau des Planetariums? Diese Frage stand schon längere Zeit im Raum, jetzt gibt es eine Antwort: Im kommenden Jahr soll die städtische Einrichtung für etwa vier Monate geschlossen bleiben. In dieser Zeit wird der Sockel des Wasserturms um gut 1.700 Quadratmeter erweitert. Platz, der für eine neue Gastronomie mit Außenfläche, einem größeren Shop und einem neuen Seminarraum genutzt werden soll. Für Planetariumsdirektor Thomas W. Kraupe eine Grundvoraussetzung, für das weiterhin erfolgreiche Bestehen der Sternenstätte – auch wenn das Hamburger Planetarium – laut Kulturbehörde – mit rund 350.000 Besuchern im Jahr bereits jetzt zum erfolgreichsten seiner Art in Deutschland gehört. Eine gekonnte Mischung aus spektakulären Sternen-Shows, virtuellen 3D-Reisen ins Weltall sowie Live-Konzerten und Lesungen unter der Sternenkuppel begeistern das Publikum immer wieder aufs Neue und sollen in Zukunft noch mehr Zuschauer anlocken. Die Eintrittsgelder sind die Haupteinnahmequelle des Planetariums. Rund 90 Prozent der Kosten erwirtschaftet die Einrichtung selbst. Dementsprechend gering ist der Anteil an öffentlichen Zuschüssen. Während der Schließung des Planetariums bleiben die Einnahmen aus dem Ticketverkauf weg. Wie die laufenden Kosten in der Umbauphase finanziert werden sollen, gilt es noch zu klären. Offen ist auch, wann genau die Umbaumaßnahmen im kommenden Jahr durchgeführt und wie hoch die Kosten sein werden. Die Kulturbehörde ermittelt zurzeit aufgrund der vorliegenden Architektenpläne die Höhe der Kosten und sucht nach Fördermöglichkeiten für eine zusätzliche Dachsanierung, dessen Kosten sich auf rund 1,7 Millionen Euro belaufen. Für den Haushalt 2011/2012 hatte der ehemalige schwarz-grüne Senat 4,5 Millionen Euro als Verpflichtungsermächtigung für den Ausbau in den Haushalt eingestellt. „Schon seit Jahren warten wir auf den Ausbau. Es wird Zeit, dass hier endlich etwas geschieht und der SPD-Senat zu seinen Zusagen steht“, forderte Werner-Michael Bolz, Vorsitzender der GAL-Bezirksfraktion. Erst im Februar forderte die Bezirksversammlung Nord, auf Antrag der GAL, erneut einen zügigen Ausbau des Planetariums. Jetzt steht er nicht mehr in den Sternen. (ab)
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