„Umbau nach Absprache“

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Nach 64 Jahre an der Alster ziehen die Amerikaner in die HafenCity um Foto: Hanke
 
Wenn das amerikanische Generalkonsulat aus dem „kleinen Weißen Haus“ auszieht, kann hier die Fahrradstraße fortgesetzt werden Foto: Hanke

„Kleines Weißes Haus“: Fragen und Antworten zum geplanten Verkauf

Harvestehude Bye, bye, US-Generalkonsulat! 64 Jahre nach dem Einzug der Amerikaner ins „kleine Weiße Haus“ geben sie den Standort auf (wir berichteten). Das hat Folgen, auch für den Verkehr an der Alster. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Wann zieht das Konsulat aus?
Wenn die Umbauarbeiten am neuen Standort fertig sind. Das Konsulat wird künftig im Amundsen-Haus in der HafenCity zu finden sein.

Wer steuert den Verkauf und gibt es schon Interessenten?
Für das prächtige Gebäude von 1890 haben sich schon viele Kaufinteressenten beim Vermarkter Cushman & Wakefield gemeldet, aber noch ist kein konkretes Angebot dabei. „Die Vermarktung wird erst 2016 anlaufen“, sagt Stefan Albert von Cushman & Wakefield. Künftige Eigentümer müssen Auflagen des Denkmalschutzamtes erfüllen.

Stimmt es, dass das Haus „verramscht“ werden soll, wie eine Zeitung schrieb, weil der Denkmalschutz nur eine eingeschränkte Nutzung zulässt?
Das lässt sich nicht pauschal sagen, auch wenn das Haus seit 2006denkmalgeschützt ist. Enno Isermann, Sprecher der Kulturbehörde: „Das Generalkonsulat ist ein in vielfacher Hinsicht bedeutendes Denkmal: Als kleines ‚Weißes Haus an der Alster‘ ist es zu einem Wahrzeichen der Hansestadt geworden. Da Denkmäler nur durch eine sinnvolle und wirtschaftliche Nutzung dauerhaft erhalten bleiben können, sind nach Absprache immer auch Umnutzungen und Umbauten möglich.“

Wird die Straße Alsterufer wieder für den Verkehr geöffnet?
Jein. Sie soll als Fahrradstraße ausgewiesen werden. Heißt: Autos dürfen langsam mit maximal Tempo 30 durchfahren, Radfahrer haben Vorrang. Damit wäre – nach der Aufhebung der aktuellen Sperrung - eine Verlängerung der neuen Radstraße am Harvestehuder Weg möglich. Die CDU kritisiert die Pläne: Eine Radstraße habe schon am Harvestehuder Weg nicht funktioniert.

Was passiert nun am Harvestehuder Weg?
Der alte durch das Alstervorland führende Radweg wird an zwei Stellen durch Barrieren geführt, um allzu schnelles Fahren zu verhindern. Insbesondere an der Querung des Fährdamms kommt es nach Erkenntnissen des Landesbetriebs Straßen, Brücken, Gewässer (LSBG) immer wieder zu Kollisionen zwischen Radlern, Fußgängern und Autos. Auch kurz hinter dem Anglo German Club im Bereich Kreuzung Krugkoppel werden zwei Gitter, die die Radler zum Absteigen zwingen, eingebaut. Hier wird eine Abfahrt auf die Fahrradstraße angelegt, quasi eine „Einladung“.
Die 2014 neu angelegten Parkplätze auf der Fahrbahn, werden zurückgebaut. Die Fahrbahnbreite wird dabei von 6,50 Meter auf 5,50 Meter reduziert: Autos sollen sich hinter den Radlern halten. Das zu schnelle Fahren der Autos, das bei einer ersten Evaluierung zur Fahrradstraße Harvestehuder Weg festgestellt wurde, wird sich, so hofft der LSBG, durch eine größere Akzeptanz der Fahrradstraße durch die Radler von selbst erledigen. Das Verbot des Radfahrens auf den Fußwegen im Alstervorland soll stärker kontrolliert werden. „Da müssen wir die Fußgänger schützen“, so Planerin Heinke Wiemer. (ch)
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3 Kommentare
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kai dirksen aus Eppendorf | 21.10.2015 | 13:55  
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Klaus Sebaldt aus Barmbek | 21.10.2015 | 20:04  
59
Klaus Sebaldt aus Barmbek | 21.10.2015 | 20:08  
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